Baustellen, Baustellen, Baustellen… es wird nicht besser… oder vielleicht doch?

Im Verkehrsausschuss am 5. November 2025 wurde auf Antrag von uns Freien Wählern, den wir im Oktober 2024 im Rahmen der Haushaltsplanberatung 2025 stellten, ein Baustellenbericht durch zwei Vertreter des Regierungspräsidiums Stuttgart zur Baustellensituation durch zahlreiche Baumaßnahmen gegeben. 

Wir hatten vor einem Jahr diesen Antrag gestellt: „Baustellenverkehr koordinieren, Staus vermeiden, Verkehrsteilnehmer entlasten“, weil das Land bekannt gegeben hat, im Rahmen einer großen Ausschreibung 11 brückenbauwerke in der Region zu sanieren. 

Daher hatten wir beantragt, dass die Regionalverwaltung im Verkehrsausschuss darüber berichtet, welche verkehrlichen Auswirkungen die konkret beabsichtigten Brückenreparaturen haben. Denn in der Region Stuttgart kann auf ein gut funktionierendes und intaktes überörtliches Straßennetz nicht verzichtet werden. Die Versäumnisse der Vergangenheit holen das Land und die Straßenbaulastträger jetzt ein. Leidtragende sind die Wirtschaft und die staugeplagten Pendlerinnen und Pendler. Landesweit rechnet die Straßenbauverwaltung mit einem Sanierungsbedarf bei Brücken und Landesstraßen von rd. 1,8 Mrd. €. Der Presse war nun zu entnehmen, dass die Landesregierung eine Sammelausschreibung auf den Weg gebracht hat, um für rd. 150 Mio. € 31 Brücken zu ersetzen. Davon liegen 11 Brücken im Verbandsgebiet. Die meisten Brücken, wie die B10-Filsbrücke bei Plochingen, die B10-Brücke bei Stammheim, die B27-Brücke bei Zuffenhausen oder die Körschtal-Brücke bei Möhringen, haben erhebliche verkehrliche Auswirkungen auf den regionalen Verkehr.

Durch die Vertreter des RP Stuttgart wurde Klarheit geschaffen, die uns wichtig ist. Die Baustellen werden koordiniert, Abstimmungen mit den örtlich Betroffenen gesucht. Dennoch… es wird zu Einschränkungen kommen. Aber am Horizont steht ein saniertes Straßennetz. Das sagte unser Sprecher im Verkehrsausschuss, Regionalrat und Plochinger Bürgermeister Frank Buß, dazu:

Wir bedanken uns für diesen Bericht. Der Verkehr in der Region Stuttgart muss mit Blick auf die Erfordernisse der Wirtschaft und der Beschäftigten gesamtheitlich betrachtet werden.

Problematisch für die Pendler wird es, wenn beide Systeme – ÖPNV und Individualverkehr – nicht mehr funktionieren. Gerade der Brückenersatzbau im Stuttgarter Süden betrifft zahlreiche Pendler auf dem Weg zur Arbeit und wirkt sich massiv auf die Qualität des Verkehrs aus. Baustellen mit erheblichen Auswirkungen auf den Individualverkehr – wie Sanierungen und Ersatzbauten von Brücken – verursachen Staus und sind deshalb eine Belastung für alle.

Grundsätzlich besteht durch die  Staus die Chance, zusätzliche Kunden für den ÖPNV zu gewinnen. Voraussetzung hierfür ist jedoch eine qualitativ hochwertiger und verlässlicher ÖPNV. Mit Blick auf die geplanten Bauprojekte muss deshalb geprüft werden, welche Angebote der VVS bzw. die SSB machen können und wie diese Angebote beworben werden. Wir bitten die Geschäftsstelle, dies mit VVS und SSB zu diskutieren und Lösungen zu entwickeln. Aus unserer Sicht reicht deshalb der kritische Blick im Verkehrsausschuss auf die erheblichen Störungen im S-Bahn- und Nahverkehr nicht aus. In Abstimmung mit der LHS und dem RP Stuttgart ist eine Gesamtkonzeption erforderlich, um die Lage bestmöglich zu beherrschen.

Hierzu ist auch eine gute, transparente Kommunikation mit allen Beteiligten wichtig. Sie haben aufgezeigt, dass diese von Ihnen im Blick behalten wird. Herzlichen Dank für Ihren Einsatz und eine gute und rasche Abwicklung der Baumaßnahmen.“

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