S21… die erneute Verzögerung ist mehr als bedauerlich!

Die Ankündigung der Bahn, dass der erst vor wenigen Monaten zugesagte Termin „Dezember 2026“ zur Eröffnung von S21 nicht gehalten werden kann, macht fassungslos und wütend. Das Vertrauen in die DB AG, dass sie in der Lage ist, ein solches Projekt zu stemmen, schwindet immer weiter oder ist schon aufgebraucht. Kann man der Bahn noch glauben? Hat sie das Projekt im Griff? Wie kann es gelingen, Vertrauen zurückzugewinnen? Was wird sein, wenn das Projekt gestartet ist, läuft es dann oder gehen die Überraschungen weiter?

„Fragen über Fragen, auf die man größtenteils nur mit Kopfschütteln und Schulterzucken reagieren kann“, wie Fraktionsvorsitzender und OB a.D. Andreas Hesky konstatierte. „Die weitere Verzögerung macht es auch entschlossenen Befürwortern des Projekts schwer, es gegen Kritik zu verteidigen und an den Erfolg zu glauben, wobei es keine Alternative zum weiteren Verlauf gibt, außer es fortzusetzen und zum Erfolg zu führen.“

In das gleiche Horn stieß der Sprecher der Fraktion im Verkehrsausschuss, BM Frank Buß, der die Zusammenarbeit mit und die Verässlichkeit von Zusagen der Bahn generell in Zweifel zog. „Wir schreiben den S-Bahn-Vertrag neu aus. Noch ist eine Tochtergesellschaft der DB unser Partner. Wie geht es in diesem Verfahren weiter?“ Außerdem wies er darauf hin, dass die Bahn durch diese Verzögerung viele andere Themen beeinflußt. „Wir werden wohl bis Mitte 2026 in der Luft hängen, wenn die Bahn so lange braucht, um einen neuen verlässlichen Zeitplan zu erarbeiten“, so Frank Buß weiter.

„Wir brauchen Verlässlichkeit und der nächste Zeitplan muss sitzen“, wenn sich dann erneute Verzögerungen ergeben sollten, wäre dies fatal und nicht mehr verschmerzbar. „Die Verzögerung ist äußerst bedauerlich, weil sie nicht nur S21 betrifft, sondern auch die IBA. Den Bahnhof in dieses Projekt einzubeziehen, hätte Gräben schließen können… doch nun wird sich diese Chance nicht bieten und wir haben alle Hände voll zu tun, um nicht in die grundsätzliche Diskussion zurückzufallen und zu vermeiden, dass Gräben wieder tiefer werden. Außerdem steht S21 nicht nur für die Bahn, sondern für die Region Stuttgart, die zu den stärksten Motoren der Wirtschaft in der Bundesrepublik gehört. Daher müssen wir zeigen, dass die Bahn in der Lage ist, das Projekt erfolgreich fertigzustellen“, fasste der Fraktionsvorsitzende zusammen.

Bildnachweis: https://www.bahnprojekt-stuttgart-ulm.de/projekt/baufortschritt/webcams

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