Schienenersatzverker… und kein Ende in Sicht… Regionalrätin Hedy Barth-Rößler sagt, was Sache ist!

„Der Schienenersatzverkehr gehört zu den richtig nervigen Themen. Paradebeispiele dafür waren die Nutzung der  S-Bahn in Filderstadt beim Neujahrsempfang der Messe und am Wochenende mit Start der CMT und dem 60ten Landestreffen der Narren in Leinfelden-Echterdingen. Genauso war es beim Neujahrsempfang der Freien Wähler mit Dr. Wurmthaler, der zum Thema S-Bahn in der Region Stuttgart sprach. Die Dimension der Maßnahmen, die im Schienenersatzverkehr notwendig sind, beindruckte die Zuhörerschaft sehr und zeigt, dass Transparenz und Erklären immens wichtig sind“, so Hedy Barth-Rößler zum Einstieg in ihren beachtenswerten Redebeitrag.

Sie machte in ihren weiteren Ausführungen deutlich dass es gerade angesichts dieser riesigen Dimension, und angesichts der noch größeren zeitlichen Unsicherheit der Realisierung es umso wichtiger ist, die Fahrgäste auf diesem sehr beschwerlichen, nervigen und lang andauernden Weg so gut wie möglich zu begleiten.

Angesichts der vielen Baustellen, die für die Inbetriebnahme von S21 und dem Digitalen Knoten unbestritten notwendig sind, und angesichts der aktuell noch unsicheren Zeitschiene einer irgendwie gearteten zeitnahen Realisierung, müssen alle beteiligten Seiten ungewohnte Schritte gehen. Allerdings stelle sich schon die Frage, inwieweit unter den im Augenblick zeitlichen Unberechenbarkeiten eine realistische Baustellenplanung und Sperrungen für S21 und DSK überhaupt pragmatisch und sinnvoll in der nahen Zukunft umsetzbar sind.

Dennoch: Beide Seiten müssen sich bewegen und das haben sie nun auch getan. Aus der Riskio-Verantwortung des Netto-Vertrags wird die DB Regio mit dem jetzigen Nachtrag zum Verkehrsvertrag nicht entlassen, sie muss nun etwas mehr dazu beitragen, wird aber vom Verband auch entlastet.  Der Verband nutzt dafür die Einsparung von nicht gefahrenen Schienen-Kilometern. Wir begrüßen die Reduzierung des zusätzlichen Beitrags des Verbands um fast die Hälfte auf gut 8 Millionen €.

„Wir Freien Wähler können dieser verkehrsvertraglichen Anpassung zustimmen, auch wenn wir dabei noch leichtes Zähneknirschen im Vergleich zur Vorstellung im November haben, aber nicht mehr so stark.

Was wir aber auch noch einmal ausdrücklich betonen wollen. Wenn wir schon diese finanziellen Zugeständnisse machen, bestehen wir auch auf der möglichst optimalen Umsetzung eines qualitativ hochwertigen, allen Nutzern verständlichen und ohne großen Eigen-aufwand nutzbaren Schienenersatzverkehr (SEV). Wir sehen die DB Regio in der Verantwortung einer Bringschuld. Wir sehen die Fahrgäste nur in einem minimalen Umfang in der Verpflichtung einer Holschuld. Die Echtzeitdaten sind wichtig und unerlässlich. Wir begrüßen den gesteigerten Einsatz von Reisenden-Lenkern und von SEV-Kümmerern. Die „Optimierung der Wegeleitung bei Ersatzverkehren“ soll keine aufgebauschte, aber leere Worthülse sein. Die Fahrgäste müssen wissen, wann die S-Bahn nicht fährt, wo der SEV fährt – und zwar wann und wo und wie lange. Bei mir bricht keine stürmische Begeisterung aus, wenn ich erfahre, dass der SEV von Filderstadt zur Messe Stuttgart fast 30 Minuten braucht, so wird es mir in der App angezeigt, im Gegensatz zu vielleicht 5 Minuten mit der S-Bahn – weil wie am Wochenende die S-Bahn im Februar auch schon wieder nicht fährt.

Wir bestehen darauf, die DB Regio in die Pflicht zu nehmen, die unter Punkt 3 aufgeführten Eckpunkte ernst zu nehmen. Und das nicht nur, weil es die Konsequenz von minus 20 Prozent Erstattung zur Folge hätte –  sondern weil ein konsequenter, zufriedenstellender, nachvollziehbarer und gut nutzbarer SEV anzubieten ist und die sowohl in der Vergangenheit als auch wohl noch in der mittelfristigen Zukunft dauergeplagten Fahrgäste des ÖPNV im Bereich der S-Bahn halbwegs in ihrer bewundernswerten Leidensfähigkeit zu unterstützen und zu begleiten sind.

Die Freien Wähler werden dem Nachtrag zum Verkehrsvertrag zustimmen“, so Regionalrätin Hedy Barth-Rößler.

Dem ist nichts hinzuzufügen!

 

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