VVS Tarife – Quo Vadis?

Die Verkehrsunternehmen im VVS rechnen mit einer Kostensteigerung von knapp 6%, die durch eine Anpassung der Tickettarife ausglichen werden sollen. Kostensteigernd wirken sich vor allem die letzten Tarifabschlüsse aus.

Für die Freien Wähler in der Region Stuttgart sind die entsprechende Tarifanpassungen unverzichtbar. Unser Sprecher im Ausschuss, Regionalrat und Plochings Bürgermeister Frank Buß, wies in seinem Statement ausdrücklich darauf hin, dass diese Kostensteigerungen kein Automatismus sind und gedeckelt werden müssen. „Nachdem die Angebote in den letzten Jahren stetig ausgebaut wurden, muss der Fokus künftig mehr auf Ausgabesenkungen gelegt werden, um eine Entlastung der Fahrgäste zu erreichen. Das gelingt z.B. durch den Verzicht auf unwirtschaftliche Fahrten an Randzeiten“, wie er sagte.

Die wirtschaftlichen Zwänge führen auch in den Verbundlandkreisen und in vielen Kommunen dazu, dass schlecht ausgelastete Busverbindungen gestrichen werden. „Der umlagefinanzierte VRS ist keine Insel der Glückseligen und muss sich deutlich kritischer mit seinen Fahrleistungen auseinandersetzen. Dieses Thema müssen VVS und VRS oben auf die Tagesordnung setzen“, wie Frank Buß zielsicher den Finger in die Wunde legte.

Die Tarifstrukturen müssen weiterhin kritisch evaluiert werden. Geringere Erhöhungen bei digitalen Tickets sind richtig und ergeben sich letztendlich aus den höheren Aufwendungen für konventionelle Papiertickets. „Wir unterstützen dies genauso wie Verbesserungen bei der Mitnahme von Kindern“, führte er weiter aus.

„Ein besonderes Augenmerk muss auf das Deutschlandticket gelegt werden, denn es ist für die Kunden sehr attraktiv. Gegenüber den Preissteigerungen bei den VVS-Tarifen fällt die Erhöhung beim Deutschlandticket sehr moderat aus, insbesondere in Kombination mit den Jobtickets. Es stellt sich daher die Frage, ob der VVS noch eigene Zeittickets anbieten soll“, so Frank Buß weiter.

Diskutiert werden muss auch die Zukunft des Stadttickets, das für Kunden und Kommunen attraktiv sein muss. In den Anträgen von CDU und SPD sehen die Freien Wähler gute Diskussionsansätze und sind auf die inhaltliche Diskussion im Tarifsymposium gespannt. Darauf aufbauend ging Regionalrat Frank Buß nochmals auf einen vor längerer Zeit gestellten Antrag ein: „Vor diesem Hintergrund möchten wir nochmals unseren Antrag zu Stadttickets in Gemeindeverwaltungsverbänden erinnern, über den formal zwar schon beraten wurde, der allerdings aktuell nochmals im Tarifsymposium diskutiert werden sollte.“

Man muss wissen, dass das Stadtticket nur in einer Kommune gilt. Das macht es in kleineren Gemeinden nicht attraktiv. Viele kleinerer Kommunen sind wiederum Teil einer Verwaltungsgemeinschaft, was sich auch im Mobilitätsverhalten der Menschen auswirkt. Daher könnten Stadttickets für Verwaltungsgemeinschaften attraktiv sein und einen wichtigen Beitrag zum Gelingen der Mobilitätswende leisten.

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