Ein weites Feld im WIV… von Wasserversorgung, Zukunftstechnologien, Arbeitsmarkt und Radsport…
Wer die Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Infrastruktur und Verwaltung am 04.03.2026 verfolgte, erlebte einmal wieder, dass man sich Sachvorträge anhören und ausführlich über diese beraten kann, obwohl der Verband keine Zuständigkeit hat oder die Rahmenbedingungen für manche Themen nicht gegeben sind, auch, weil schlichtweg die Kassen leer sind.
Der erste Tagesordnungspunkt „Wasserversorgung“ war wieder einmal ein Antrag, der nicht in die Zuständigkeit des VRS fällt, aber dennoch gestellt und bearbeitet wurde. Der vom Vertreter des Regierungspräsidium Stuttgart gehaltene Sachvortrag war interessant. Keine Frage. Die Versorgung mit Wasser ist seit Jahrzehnten im Blick der Landespolitik und wird von den Kommunen und Zweckverbänden verantwortungsbewusst und leistungsfähig umgesetzt. Trinkwasser in höchster Qualität und Darbietung gehört zu den Stärken unseres Landes. Natürlich, jetzt wissen es die Mitglieder der Regionalversammlung. Aber ist damit etwas erreicht? Was hätte der Verband Region Stuttgart tun können, wenn es anders wäre? Eigene Brunnen bohren? Andere Wasserspeicher anzapfen? Das glaubt und will doch niemand. Nehmen wir zur Kenntnis, dass die Wasserversorgung bei den Kommunen in besten Händen ist. Sie sind die Eigentümer der großen Wasserverbände, die eine hervorragende Arbeit seit Jahrzehnten machen und auch wissen, was zu tun ist, um auch künftig Trinkwasser bereitzustellen.
Regionalrat OB a.D. Gerd Maisch, unser Sprecher im Ausschuss, brachte es auf den Punkt: „Sie haben deutlich gemacht, wo die Herausforderungen liegen. Aber Sie haben auch deutlich gemacht, dass die Herausforderungen erkannt sind. Die Bodensee- und die Landeswasserversorgung sind Erfolgsgeschichten. Sie wurden in Notzeiten gegründet und haben sich als enorm wichtige, gute, leistungsstarke Infrastruktur erwiesen. Die Kommunen haben über ihre Zweckverbände die Thematik gut im Blick. Sie zu ermuntern, eigene Quellen zu nutzen, ist ein Anliegen, dem man nachkommen sollte. Aber klar ist auch: Den Verband braucht es in diesem Bereich nicht. Und wer mehr wissen möchte, kann am Dialogforum Wasser teilnehmen, das der VRS organisiert und damit den Beitrag leistet, den er leisten kann: Ein Netzwerk anbieten.“
Auch der nächste Tagesordnungspunkt „Zukunft erlebbar machen“, ein Antrag der Grünen, verheißt einen spannenden Einblick und verspricht Besonderes. In der Vorlage der Verwaltung wird aber deutlich, dass viel Geld ausgegeben werden könnte, um Werbung zu machen und Informationen zu geben. Aber: Wem hilft es? Besteht eine Aversion gegen Zukunftstechnologien? Wo ist der Mehrwert? Glücklicherweise waren es nicht nur wir Freien Wähler, welche den Finger genau in diese Wunde legten. Die WRS ist unsere Wirtschaftsfördergesellschaft. In ihrem Marketing können und sollen Zukunftstechnologien ihren Platz haben. Eine darüber hinausgehende Kampagne braucht es aber nicht. Das spürten dann auch die Antragsteller… die ihren Antrag zurückgezogen haben. Eine kluge Entscheidung ;-).
Fachkräftemangel und Entlassungen – wie passt das zusammen? Dieser Frage sind wir Freien Wähler mit unserem Haushaltsantrag vom Oktober 2025 nachgegangen. Beim Bericht der Fachkräfteallianz wurde deutlich, dass dieses Paradoxon erklärbar ist. „Der VRS hat in diesem Bereich eine wichtige Position eingenommen und ein wertvolles Netzwerk gegründet, das hilft, die Beschäftigung in der Region zu sichern. Wir sind dafür danbar und werden die Fachkräfteallianz weiter nach Kräften unterstützen“, sagte Regionalrat Gerd Maisch.
Zum Radsport wird auf den eigenen Beitrag dazu verwiesen.













