Der Verband geht in die Vollen! Eine Mega-Investition wird auf den Weg gebracht.

Die Trägerschaft der S-Bahn in der Region Stuttgart ist die zentrale Aufgabe des Verbands Region Stuttgart. Das wird auch jährlich bei den Haushaltsplanberatungen deutlich. Der Verkehrsbereich ist der größte Block im Haushaltsplan. Nachdem der bestehende S-Bahn-Vertrag in absehbarer Zeit endet, gilt es, einen neuen Vertrag abzuschließen. Ein wichtiger Bereich dabei ist die Beschaffung und Bereitstellung der für den S-Bahn-Verkehr in der Region Stuttgart notwendigen S-Bahn-Fahrzeuge. In der Regionalversammlung am 25.03.2026 wurde der Grundsatzbeschluss dazu gefasst. Unser Sprecher im Verkehrsausschuss, Regionalrat und Bürgermeister Frank Buß, nahm dazu dezidiert Stellung:

„Schon das Sprichwort sagt: „Konkurrenz belebt das Geschäft“

Dies trifft in besonderer Art und Weise auf die Ausschreibung des nächsten S-Bahn-Vertrags zu, der die wichtigste verkehrspolitische Herausforderung dieser Regionalversammlung ist. Schon das umfassende Beteiligungsverfahren mit S-Bahn-Hearing und externen Input oder das Ringen im Verkehrsausschuss über die Grundsatzfragen zeigen, welche hohe Bedeutung diese Ausschreibungsverfahren haben.

Uns Freien Wählern ist es wichtig, gute Rahmenbedingungen für einen guten Wettbewerb und eine echte Konkurrenz unter den Anbietern zu schaffen, der die höchstmögliche Qualität für die Fahrgäste und finanziell attraktive Preise für die Region Stuttgart bringt. Unter dieser Prämisse werden wir das gesamte Verfahren auch weiter begleiten.

Die Beschaffung und Finanzierung der Fahrzeuge ist ein wesentlicher Faktor für einen „fairen, breiten und attraktiven Wettbewerb“. Dies und das erforderliche Prozedere werden in der Vorlage korrekt beschrieben. Vom S-Bahn-Hearing wissen wir, dass aktuell 215 Fahrzeuge im Einsatz sind. 60 ET 423 Fahrzeugen sind 2032 am Ende ihrer Einsatzzeit. 56 ET 430 kann der VRS übernehmen. Um die weiteren 99 ET 430-Fahrzeuge der DB sollten wir uns bemühen. Wir unterstützen entsprechende Überlegungen der Verwaltung.

Ohne Neufahrzeuge geht es nicht, denn die 60 ET 423 müssen ersetzt werden. Dabei setzen wir auf modular aufgebaute Standardfahrzeuge, die einen guten Komfort und eine hohe Aufenthaltsqualität für die Fahrgäste garantieren. Fachleute haben festgestellt, dass die Aufenthaltsqualität im Fahrzeug zu 80% über die Kundenzufriedenheit entscheidet. Hier brauchen wir gute Lösungen.

Für den Betrieb selbst müssen die Fahrzeuge aktuelle Anforderungen erfüllen und künftige Entwicklungen vorwegnehmen oder zumindest ermöglichen. D.h., für den VRS und dem künftigen Vertragspartner werden die Betriebskosten ein entscheidender Faktor sein.

Neben der Wartungsintensität und der Energieeffizienz ist für den laufenden Betrieb die Beförderungskapazität entscheidend. Hierzu brauchen wir eine überzeugende Lösung mit einem guten Verhältnis von Sitz- und Stehplätzen und einer hohen Gesamtkapazität.

Noch ein abschließendes Wort zum Verfahren: Die Beschaffung der Fahrzeuge wird voraussichtlich das größte Investitionsvorhaben dieser und der nächsten Regionalversammlung sein; eine Mega-Investition, die gut überlegt sein muss.

S-Bahnen gibt es nicht von der Stange. Es sind hochtechnisierte Fahrzeuge, die zuverlässig, wirtschaftlich, sicher und bequem sein sollen. Das kostet Geld. Wir erinnern uns an die frühere Beschaffung der 56 Fahrzeuge. Daher muss wohl überlegt sein, nach welchem Modus wir die Fahrzeuge beschaffen.

Mit dem Eigentumsmodell ist für uns der richtige Weg gefunden.

Auch der Entscheidungsweg mit einer öffentlichen Beratung ist richtig gewählt. Die Menschen in der Region Stuttgart dürfen wissen, welche Investitionen für die S-Bahn anstehen. Daher ist es richtig und wichtig, dass wir uns als Regionalversammlung zu diesem frühen Zeitpunkt damit auseinandersetzen, so wie wir Freien Wähler dies schon frühzeitig angeregt haben.

Hierfür danken wir und stimmen dem Grundsatzbeschluss zu.“

Termine

Freie Wähler in der Region Stuttgart