Mehr Sicherheit und Sauberkeit in der S-Bahn, fordert BM Frank Buß
In der Sitzung des Verkehrsausschuss (VA) am 29.04.2026 hat unser Sprecher im Verkehrsausschuss, der Plochinger Bürgermeister Frank Buß Klartext gesprochen. Dabei nahm er kein Blatt vor dem Mund und zeigte auf, dass Verpackung und Inhalt stimmern müssen. Da er selbst intensiver Nutzer des ÖPNVs und der S-Bahn ist, konnte er dabei aus dem Vollen schöpfen. Nachfolgend seine beachtenswerte Rede, die ungeteilte Aufmerksamkeit erfahren hat. Unbequemes anzusprechen gehört für uns Freie Wähler dazu. Frank Buß macht dies mit Eloquenz, Stil und Präzisison:
„Der Ausschuss für Wirtschaft, Infrastruktur und Verwaltung (WIV) hat in seiner letzten Sitzung mehrheitlich Maßnahmen zur Stärkung der regionalen Wahrnehmung beschlossen. (Wir haben dazu berichtet: https://regionalfraktion.freiewaehler.de/2026/04/16/die-regionale-wahrnehmung-staerken-marketing-und-information-im-spannungsfeld-der-wirtschaftlichen-situation/) Spätestens mit der Wettervorhersage in Antenne 1 wissen die Menschen in der Region Stuttgart künftig, dass es noch eine politische Institution gibt, die das Geld mit vollen Händen ausgibt: der Verband Region Stuttgart.
Solche kostspieligen Imagekampagnen werden in den Gemeinderäten und Kreistagen bei den Sparrunden sicher noch Aufmerksamkeit erregen. Dabei wären sie gar nicht notwendig, wenn die S-Bahn Stuttgart ihre früheres Qualitätsversprechen einlösen würde. Wir haben hierüber ja in der letzten VA-Sitzung schon ausführlich debattiert.
Neben Pünktlichkeit und Betriebssicherheit brauchen die S-Bahn-Kunden eine möglichst hohe Aufenthaltsqualität, die der VRS – im Gegensatz zum Baustellenmanagement – konkret beeinflussen kann. Das gemeinsame Vorgehen mit DB Regio und die Beschlüsse der letzten Jahre zeigen positive Wirkung. Wir sind auf dem richtigen Weg; die guten Noten in Kundenbefragungen bei Sicherheit und Sauberkeit zeigen dies.
Am vergangenen Montag hatte ich am Bahnhof Bad Cannstatt einen Zwischenstopp. Positiv aufgefallen sind mir mehrere Doppelstreifen von DB Sicherheit und eine Doppelstreife der Polizei, sicher auch im Zusammenhang mit dem Frühlingsfest. Die optische Wirkung und die Präsenz sind enorm wichtig für das Sicherheitsempfinden vieler Fahrgäste. Darauf müssen wir aufbauen, auch mit Blick auf den nächsten S-Bahnvertrag.
Sicherheit muss jedoch auch auf Dauer personell leistbar und finanzierbar sein. Öffentliche Räume brauchen auf Dauer einen guten, KI-gestützten Videoschutz, der sich nicht nur auf die Stuttgarter S-Bahn-Stationen beschränken darf. Die Pilotierung von Single-Kameras ist ein Schritt in die richtige Richtung. Dies muss schrittweise ausgebaut werden. Deshalb begrüßen wir die Entscheidung der Landesregierung für einen besseren Videoschutz und verweisen auf unseren Antrag vom 7. Februar 2026.
Besserer Videoschutz darf nicht nur auf die S-Bahn-Fahrzeuge und die Bahnhöfe begrenzt werden. In Kooperation mit den Kommunen muss dieser Schutz auf das Bahnhofsumfeld ausgeweitet werden, insbesondere auch auf die Bahnhofsvorplätze und die ZOBs, damit der Weg zum Bahnhof bzw. nach Hause genauso sicher ist. Hierzu ist auch weiterhin eine ausgezeichnete LGVfG-Förderung durch die Landesregierung unverzichtbar.
Wesentlich für das Sicherheitsempfinden der Menschen ab der Dämmerung ist Helligkeit, also die Beleuchtung in Bahnhöfen und im öffentlichen Raum außerhalb der Bahnhöfe. Die moderne, energiesparende LED-Technik hat Möglichkeiten eröffnet, die es vor 20 Jahren so nicht gab. Dies muss fortgesetzt werden.
Wesentlich für Aufenthaltsqualität ist Sauberkeit. Ich nehme zunehmend Reinigungstrupps in Bahnhöfen wahr. Die DB hat die Zeichen der Zeit erkannt. Wir begrüßen die Reinigungskonzepte von DB Regio und DB InfraGO. Diese müssen auf Dauer gesichert und sinnvoll ausgebaut werden. Die Entwicklung einer Gesamtkonzeption begrüßen wir.
Herzlichen Dank an alle, die mithelfen, die S-Bahn sicherer und sauberer zu machen.“













