Freie Wähler: Die Verantwortung beginnt vor Ort

Die Versorgung von Gewerbe und Industrie sowie der Bevölkerung mit ausreichender Energie, die bezahlbar ist und unter Beachtung ökologischer Aspekte erzeugt wird, ist eine Grundvoraussetzung für die jede Wirtschaftsregion, gerade auch der Region Stuttgart. Der Ausstieg aus der Kernenergie ist gesamtgesellschaftlicher Konsens. Es gilt, die dadurch wegbrechende Energieerzeugung durch andere Energieträger zu ersetzen – und zwar auch dezentral.

Die Nutzung der Wasserkraft ist so gut wie ausgereizt. Photovoltaik wird eingesetzt, wo möglich. Biogas wird noch ausgebaut werden können, stößt aber an seine Grenzen, da der Wettbewerb zwischen Teller und Tank auch aus ethischen Gründen zugunsten des Tellers entschieden werden muss. Daher begrüßen wir auch Biogasanlagen, die aus Essensresten Energie i.S. eines „Recyclings“ gewinnt. Die bisher regenerativ gewonnene Energie reicht aber nicht aus. Wir brauchen „Import“ aus anderen Regionen. Zur Entlastung der großen Stromtrassen und um unseren regionalen Beitrag zur Energiewende zu leisten, ist aber auch die dezentrale Erzeugung von Windenergie zu prüfen und wo wirtschaftlich machbar umzusetzen. Der technische Fortschritt wird in den nächsten Jahren dazu führen, dass auch an windschwächeren Standorten Strom, der direkt eingespeist und vor Ort benötigt und verbraucht wird, erzeugt werden kann. Windenergie hat wie alle regenerativen Energien den enormen Vorteil, dass der „Brennstoff“ nichts kostet. Die Akzeptanz der regenerativen Energieträger wird noch weiter steigen, sobald es gelingt, Energie in großem Umfang zu speichern, um nicht parallel konventionelle Kraftwerke vorhalten zu müssen, die in Zeiten ohne Wind und Sonne die regenerativen Energien ersetzen müssen.

Wir Freien Wähler wollen, dass auch die Region Stuttgart, welche aufgrund ihrer wirtschaftlichen Kraft einen großen Energiebedarf hat, ihren Beitrag leistet, um auch anderen Regionen zu zeigen, dass wir nicht nach dem Sankt-Florians-Prinzip handeln, sondern jeder das beiträgt, was möglich ist.

 


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    • 26.09.2018
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    • 08.10.2018
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    • 10.10.2018
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    • 15.10.2018
    • 15.10.2018