Freie Wähler drängen auf mehr Transparenz

Auf Anfrage der Regionalfraktion Freie Wähler befasst sich der Verkehrsausschuss des Verbands Region Stuttgart am 8.10.2014 mit dem Stand der Planungen des Landkreises Calw zur Wiederinbetriebnahme der Schwarzwaldbahn (HHB) Calw-Weil der Stadt. Die Freien Wähler haben wiederholt die Einbindung des VRS in die Planungen der Schienenverbindung nach Calw gefordert, die mindestens im teilweise eingleisigen Abschnitt Renningen-Weil der Stadt deutliche Auswirkungen auf den S-Bahnbetrieb haben kann. Mit Bedauern und Sorge ist festzustellen, dass bis heute eine notwendige gemeinsame Abstimmung über die Vorgaben und Ergebnisse einer notwendigen betriebswissenschaftlichen Untersuchung der Hermann-Hesse-Bahn und der S-Bahn nicht stattgefunden hat, weil vom Landkreis Calw nur sporadische Informationen weitergegeben werden. Trotz vieler ungeklärter Fragen wird vom Landkreis Calw und vom Verkehrsminister unverdrossen „grünes Licht“ für die Bahn verkündet.

Die S-Bahn leidet nach wie vor auf dem gesamten Netz unter erheblichen Störungen bei der Pünktlichkeit. Zwar hat sich die Situation auf der Linie S6 im Zusammenspiel mit der S60 gebessert, trotzdem lassen sich in der Ankunftspünktlichkeit nach wie vor deutliche Defizite, mit Auswirkungen auf das gesamte Netz, ablesen.

Um dies zu verbessern, ist von den Betreibern der Einsatz eines weiteren S-Bahnfahrzeuges geplant. Diese aufwändige Maßnahme darf nicht durch eine zukünftig erhöhte Streckenbelastung mit zwei zusätzliche Fahrten  von und nach Calw im überwiegend eingleisigen Abschnitt zunichte gemacht werden. Wegen 2000 Fahrgästen auf der HHB, die bei einer Durchbindung bis Renningen keinerlei zeitlichen Vorteil haben, dürfen die Interessen von 40 000 Fahrgästen auf der S6 und 10 000 Fahrgästen auf der S60 nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden.

Die Freien Wähler, die die Interessen des Landkreises Calw nach einer Schienenverbindung in die Region grundsätzlich anerkennen, haben durch ihren Verkehrsexperten Bernhard Maier für das weitere Verfahren folgende  Forderungen erhoben:

1. Durch die Wiederinbetriebnahme der Schwarzwaldbahn darf der Betrieb der S6/S60 nicht beeinträchtigt werden.

2. Dies ist im Benehmen mit dem VRS als Aufgabenträger der S-Bahn durch eine betriebswissenschaftliche Untersuchung nachzuweisen. Nicht nur die rechnerischen Werte, sondern auch die realen Pünktlichkeitsprobleme und die notwendigen Erholungszeiten müssen Eingang finden.

3. Das Baurecht kann und  darf nur gesamthaft zwischen Renningen und Calw im Rahmen einer Planfeststellung geklärt werden. Dazu zählen auch die notwendigen Anlagenteile zwischen Renningen und Calw (z.B. Bahnsteig in Renningen), die Klärung der Auswirkungen von Immissionen, und ggf. die Notwendigkeit von Vorsorgemaßnahmen sowie die Planrechtfertigung.

 


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