Viele kleine Bausteine wirken zusammen – Freie Wähler wollen vermeiden, dass die Förderung der Interkommunalen Gartenschau Remstal (IKG) die übrigen Kommunen benachteiligt

Der Verband Region Stuttgart fördert in diesem Jahr zum zehnten Mal Projekte, die dem Landschaftspark Region Stuttgart ein Gesicht geben. Natur und Landschaft erlebbarer zu machen, Anreize bieten, die Region zu Fuß oder per Fahrrad zu erkunden, aber auch ökologische Sünden der Vergangenheit zu bereinigen. Das sind die zentralen Ziele der regionalen Co-Finanzierung. Alles in allem waren 22 Projektideen aus allen Teilen der Region mit einem Fördervolumen von 3,76 Millionen Euro für das Wettbewerbsverfahren eingereicht worden. Der Planungsausschuss hat einstimmig beschlossen, 13 Projekte mit insgesamt 1,231 Millionen Euro zu unterstützen. Sie ermöglichen besondere Ausblicke auf die Landschaft, rücken Gewässer wieder stärker ins Bewusstsein, schaffen Wohlfühloasen im Grünen oder verbinden Rad- und Wanderwege.

„Wir haben die eingereichten Projekte sorgfältig geprüft und können den Vorschlag der Auswahljury unterstützen“, betont Regionalrat Peter Aichinger, selbst Mitglied der Jury. Im Interesse einer ausgewogenen Berücksichtigung der verschiedenen Themenfelder sei man teilweise von der Empfehlung der Verwaltung abgewichen.

Ein Schwerpunkt der Förderung war einmal mehr der Rems-Murr-Kreis. Hier kamen drei Projekte mit einer Fördersumme von zusammen 380 000 € zum Zug. Besonders ins Blickfeld gerückt ist die Interkommunale Gartenschau Rems. Dieses herausragende Projekt wird in den kommenden Jahren besondere Unterstützung brauchen. Die Fraktion Freie Wähler möchte sichergestellt wissen,dass die Konzentration der Mittel auf diese Maßnahme nicht zu Lasten der anderen Räume in der Region geht. Sie hat daher beantragt, für die IKG einen zusätzlichen Fördertopf einzurichten. Darüber soll im Sommer beraten werden.

Besondere Anerkennung zollte Aichinger dem EU-Projekt VALUE+ „Route der Industriekultur“. Das Herausarbeiten der Industriegeschichte im Filstal durch Einbindung der Gemeinden und mit Unterstützung vieler Zeitzeugen und Historiker sei beispielhaft gelungen. Hervorzuheben sei die einheitliche Gestaltungslinie und der dadurch erreichte Wiedererkennungswert. Viele Reaktion von Tagestouristen machen deutlich, dass man die richtige „Sprache“ gefunden hat.

Die Tour beginnt in Plochingen bei der Spinnerei Otto auf dem ehemaligen Gartenschaugelände und führt über 16 Kommunen filstalaufwärts bis nach Wiesensteig. An besonders markanten Punkten werden in diesem Frühjahr erste Infotafeln aufgestellt.

 

 

 


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