Mobilitätsketten ohne Bruchstelle – Freie Wähler für Koordination und Betrieb der Pedelec-Stationen durch den Verband Region Stuttgart

Die vom Verband Region Stuttgart und dem Land Baden-Württemberg initiierte „Nachhaltige Mobilität“ kommt gut voran. Teil des Erfolgskonzepts sind Pedelec-Stationen an Bahnhaltepunkten, um im Berufs- und Freizeitverkehr eine umweltfreundliche Anschlussmobilität zu gewährleisten. 15 Stationen, gefördert von der Region aus Mitteln des Programms “Modellregion für nachhaltige Mobilität“, sind mittlerweile in Betrieb oder im Bau. 

Pedelecverleihstationen - wichtiger Bestandteil zukunftsfähiger Mobilität

Pedelecverleihstationen – wichtiger Bestandteil zukunftsfähiger Mobilität

Bei der europaweiten Ausschreibung des Betriebs dieser Stationen hatte die Firma „nextbike GmbH“ aus Leipzig die Nase vorn. Aufbauend auf dem mit nextbike geschlossenen Rahmenvertrag muss jede Kommune noch bilateral einen eigenen Vertrag abschließen. Da die Stationen in der Aufbauphase schrittweise entstehen, war dies organisatorisch nicht anders möglich. Daraus resultierte der Nachteil, dass zunächst keine ausreichende Verknüpfung gegeben war.

Zentrales Element eines kundenorientierten Verleihsystems ist die Möglichkeit der „Einwegausleihe“, d.h. man kann Pedelecs an einer Station ausleihen und an einer anderen zurückgeben. Sonst entsteht ein Bruch in der Mobilitätskette. Mit ihrem Antrag vom 6. Februar will die Regionalfraktion Freie Wähler erreichen, dass bei der anstehenden Neuausschreibung eine gemeinsame Vergabe des Betriebs mit einheitlicher Vertragsdauer für alle Stationen realisiert wird. Sie sieht darin als Teil eines regionalen Mobilitätsmanagements eine zukunftsfähige und kostengünstige Lösung, die sich an den Benutzerinteressen orientiert. 

Ziel des Antrags ist es, dass der Verband Region Stuttgart in Abstimmung mit der Landeshauptstadt die Ausschreibung des regionalen Fahrrad-Verleihsystems vornimmt. Ebenso wird beantragt, dass der Verband den Betrieb aller Stationen übernimmt. Da die kommunale Trägerschaft beibehalten wird und eine Umlagefinanzierung zu Verzerrungen führen würde, muss der Betrieb als Dienstleistung gegen Kostenersatz erfolgen. 

„Wenn der Begriff „regionales Mobilitätsmanagement“ keine Worthülse bleiben soll, muss durch Kooperation sichergestellt werden, dass keine Bruchstellen und Insellösungen entstehen“, plädiert Fraktionsvorsitzender Andreas Hesky für ein Miteinander von Kommunen und Region. Die Verknüpfung der Pedelec-Stationen könnte auch für andere Verkehrsleitsysteme modellhaft wirken.

 


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