Regionalrat Reiner Ruf greift Beeinträchtigung durch die B 297 auf – Regionalverkehrsplan muss auf solche Belastungen reagieren

Der gegenwärtig in der Fortschreibung befindliche Regionalverkehrsplan darf nach Auffassung der Regionalfraktion Freie Wähler kein Papiertiger werden. Da die Region kein Träger der Straßenbaulast ist, ist Adressat neben den Kommunen und Landkreisen vor allem die Landesregierung. Deren Agieren, z.B. Fördermittel des Bundes verfallen zu lassen, ist alles andere als vorbildlich. Immerhin lässt die Regierung, bei allen ideologischen Vorbehalten gegen Straßenbau, erkennen, dass die Entlastung von Ortsdurchfahrten auch zu ihren Zielen gehört.

Ein konkretes Beispiel für unzumutbare Belastungen durch innerörtliche Bundesstraßen hat Regionalrat Reiner Ruf aufgegriffen. Nicht nur aufgrund massiver Bürgerbeschwerden kämpft er seit langem um eine Entlastung der Ortsdurchfahrt von Rechberghausen im Zuge der B 297. Hier eine detaillierte Situationsbeschreibung und Stellungnahme von ihm:

Die Bundesstraße B 297 und Ortsdurchfahrt in  Rechberghausen stößt in der Rushhour längst an  ihre Belastungsgrenze. Morgens und abends gibt es lange Staus und Stopp und Go. Am Kreisverkehr, Einmündung untere Hauptstraße und Bundesstraße sind täglich 30.000 Fahrzeuge zu bewältigen. Der Anteil des Schwerverkehrs  beträgt ca. 1350 Fahrzeuge, Tendenz steigend. Eine gewisse Entlastung könnte durch einen verbesserten Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße zwischen der Landesstraße nach Hohenstaufen und dem Weiler Krettenhof  erreicht werden.  Diese „Krettenhofstraße“ befindet sich jedoch in der Straßenbaulast der Stadt Göppingen. Wie jetzt der Gutachter, welcher im Auftrag der Stadt Göppingen und des Landkreises Göppingen tätig war, berichtete,  könnte die OD Rechberghausen bei einem landschaftsverträglichen Ausbau dieser Straße um 1700 Fahrzeuge entlastet werden. Zwar hat der Gutachter festgestellt,  dass die Belastung auf der Krettenhofstraße von 3.500 auf 7.000 Fahrzeuge zunehmen würde. Die Ortsdurchfahrt vom Göppinger Stadtbezirk Bartenbach würde jedoch dadurch nicht zusätzlich belastet. Dies wurde bisher befürchtet. Bisher kam im Winter noch erschwerend hinzu, dass die Stadt Göppingen die Krettenhofstraße während des Winters ganz dichtgemacht hat und die OD in Rechberghausen regelmäßig  noch höher als ansonsten belastet war.

Erfreulich, der Gemeinderat von Göppingen hat auf Vorschlag von Oberbürgermeister  Guido Till beschlossen, dass die Stadt bereit ist, die Krettenhofstraße an den Landkreis abzugeben, wenn dieser die Ausbaumaßnahmen übernehmen würde. Damit ist der Spielball wieder im Feld und alle Beteiligten könnten mit dem Landkreis zusammen eine akzeptable Lösung suchen.

Zu den Beteiligten zählen neben der Stadt Göppingen auch die Gemeinden Rechberghausen, Birenbach und Wäschenbeuren. Auf diese Sondierungsgespräche darf man gespannt sein.

 


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