Endspurt in der notwendigen Änderung des Regionalplans – Regionalfraktion begrüßt die Weichenstellung

Für die Entwicklung unserer regionalen Wirtschaft und dem daraus resultierenden Bedarf an Gewerbeflächen bedarf es dringend eines „atmenden Regionalplans“. Im Regionalplan 2009 der Region wurden die regionalen Grünzüge sehr umfassend und weitgehend festgelegt. Die Freien Wähler hatten schon damals darauf hingewiesen, dass es falsch ist, mit regionalen Planungen den Städten und Gemeinden örtliche Entwicklungspotentiale zu sehr einzuschränken. Es ist erfreulich, dass jetzt die engen Vorgaben des Regionalplanes bedarfsgerecht angepasst werden. Gerade im nördlichen Teil der Region muss den Gemeinden die Möglichkeit gegeben werden, Gewerbegebiete bedarfsgerecht weiter zu entwickeln.

Es ist erkennbar, dass sich auch in anderen Bereichen der Region ähnliche Entwicklungen ergeben werden. Nur als Beispiel: Im Landkreis Böblingen kann es erforderlich werden, im Umfeld der Forschungszentren, die dort angesiedelt wurden, Möglichkeiten für weitere Gewerbeentwicklungen zu schaffen. Die Gewerbeflächen sind in vielen Bereichen der Region belegt. Gewerbebrachen, wie man sie sonst in der Republik oft findet, gibt es in der dicht besiedelten Region Stuttgart kaum.

Die Regionalfraktion ist auch in Zukunft aufgeschlossen, wenn es konkrete Bedürfnisse für die Anpassung der Regionalplanung an aktuelle Situationen vor Ort gibt. Es ist notwendig und erfreulich, dass sich die Wirtschaft in unserer Region weiterentwickelt. Allerdings kommt es auch darauf an, dass die notwendige Verkehrsinfrastruktur mit der Entwicklung und Besiedlung Schritt halten kann. Es ist eine Hypothek für die gesamte Region, dass es bis heute nicht gelungen ist, eine leistungsfähige Nord-Ost Umgehung Stuttgarts sowohl im Regionalplan als auch in den Verkehrswegeplänen festzuschreiben.

Die Fraktion bedauert sehr, dass die Raumschaft Großbottwar, Besigheim, Mundelsheim nicht bereit war, den Standort westlich der Autobahn in dieses Änderungsverfahren einzubringen. Sollte es in den nächsten  Jahren doch noch eine Einigung geben, ist man bereit, ein weiteres Änderungsverfahren anzustoßen.

Es ist wenig zukunftsorientiert, dass man diese Chance nicht genutzt hat. Wichtig ist umso mehr, dass immerhin rund 75 ha zusätzliche Gewerbefläche ermöglicht werden. Das klingt viel, ist aber ist aber angesichts der Größe und Bedeutung dieses Wirtschaftsraums ein eher bescheidener Beitrag. Die Freien Wähler sind zuversichtlich, dass die Städte und Gemeinden an den jeweiligen Standorten nun die Gelegenheit beim Schopfe packen und so schnell wie möglich die notwendigen Bebauungspläne entwickeln.

Der Sprecher der Regionalfraktion, Bürgermeister Wilfried Dölker, lobte das starke Engagement von Planungsdirektor Thomas Kiwitt. „Sie haben bewiesen, dass Sie flexibel und konstruktiv auf aktuelle Entwicklungen eingehen und zusammen mit den Kommunen Lösungen entwickelt haben, die sich in der Abwägung als landschaftsverträglich und raumordnerisch passend gezeigt haben. Auch Ihrem Team ein herzliches Dankeschön für den Einsatz. Vor Ort wurden Sie ja nicht nur mit Lob überschüttet.“

 

 

 

 

 

 

 


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