Fahrplanwechsel bringt weitere umfangreiche Taktverbesserungen bei der S-Bahn – Freie Wähler: Wichtige Maßnahme zur Entlastung des Straßennetzes in der Region

Gute Nachrichten für S-Bahn-Fahrgäste: Ab dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember gibt es weitere Taktverbesserungen und längere Züge. Der Verkehrsausschuss hat sich am 23. September über den S-Bahn-Jahresfahrplan informiert und weitere Verbesserungen auf der S 60 beschlossen.

Die Region Stuttgart wird aktiv so könnten die umfangreichen Verbesserungen überschrieben werden, die die Regionalpolitiker bereits im November 2014 beschlossen hatten. So sollen auch während der Woche die S-Bahnen auf allen Linien abends 30 Minuten länger fahren. Das heißt: letzte Abfahrt zwischen 0.30 Uhr und 1.00 Uhr. Zur Finanzierung des Spätverkehrs bringt die Region jährlich rund 1,5 Millionen Euro auf.

Um mehr Kapazitäten auf der mit über 70 Kilometern längsten Linie S1 zu schaffen, werden zwischen Böblingen und Herrenberg in der Hauptverkehrszeit drei zusätzliche S-Bahnen fahren (8.14 Uhr ab Böblingen in Richtung Herrenberg und 8.32 Uhr sowie 15.32 Uhr ab Herrenberg in Richtung Stuttgart).

Erfolgsgeschichte S 60 – längere Züge

Einen erfreulichen Fahrgastzuwachs verzeichnet die S60 zwischen Böblingen und Renningen. Nach Angaben des VVS sind auf diesem Streckenabschnitt täglich 11.000 Fahrgäste unterwegs. Dem trägt die Regionalpolitik Rechnung. Der Verkehrsausschuss beschloss einen stufenweisen Einsatz längerer Züge. Zunächst wird ab 12. Oktober die S-Bahn, die Renningen um 7.09 Uhr in Richtung Böblingen verlässt, um einen Wagen auf zwei verlängert (Vollzug). Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember werden dann morgens weitere Vollzüge im Einsatz sein, mit einem weiteren positiven Effekt: Bei der Weiterfahrt als S 6 von Renningen zur Schwabstraße (und Gegenrichtung) erhalten sie einen weiteren Wagen und sind demnach als Langzug (3 Wagen) unterwegs. Die Kosten dafür betragen rund 180.000 Euro.

Für mehr Pünktlichkeit – Abfahrt eine Minute früher

Als ein Beitrag zu mehr Pünktlichkeit werden in den Fahrplan zeitliche Puffer aufgenommen. Das ist ein kleiner Beitrag, der nichts kostet und hoffentlich spürbar wird. Die Pünktlichkeit sei immer noch nicht so, wie sie sein sollte, doch es gibt Ansätze für mehr Stabilität. Die S-Bahnen in Richtung Stuttgart fahren in Herrenberg, Esslingen-Mettingen und Obertürkheim jeweils eine Minute früher ab. Stadtauswärts werden die Züge der Linien, S4, S5 und S6/S60 die Haltestelle Schwabstraße eine Minute früher verlassen.

Mehr Angebote bei Großveranstaltungen

Damit die Besucher von Großveranstaltungen wie Messen, Fußballspielen oder Konzerten auf die S-Bahn setzten können, finanziert der Verband Region Stuttgart für rund 600.000 Euro mehr S-Bahn-Verkehr. Das gilt rückwirkend für das Jahr 2015, in dem alleine während des Kirchentags 1.130 zusätzliche S-Bahnen im Einsatz waren. Die Aufstockung des Sonderkontingents gilt dann aber auch ab dem Jahr 2016, wie der Verkehrsausschuss beschlossen hat.

Der verkehrspolitische Sprecher der Regionalfraktion Freie Wähler, Bernhard Maier, begrüßte die Vorschläge, die das Rückgrat des ÖPNV in der Region, die S-Bahn- noch weiter attraktiv machen. Die Finanzierung des kostspieligen Pakets werde durch die jährlich steigenden Fahrgelderlöse erleichtert.

 


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