Der Verband Region Stuttgart unterstützt die Einführung eines Landestarifs – Freie Wähler: Kostenneutralität ist Voraussetzung

Wer von Schwäbisch Gmünd nach Sindelfingen fährt, soll künftig nur noch ein Ticket lösen müssen. Dieses Ziel verfolgt der Landestarif, der schrittweise ab Dezember 2018 umgesetzt werden soll. Der Verband Region Stuttgart unterstützt die Einführung eines einheitlichen Landestarifs für Busse und Bahnen. Der Verkehrsausschuss hat beschlossen, eine entsprechende Absichtserklärung abzugeben.

Derzeit gibt es in Baden-Württemberg 22 Verkehrsverbünde mit jeweils eigenem Tarif. Für Fahrten innerhalb der Verbünde werden diese Tarife auch weiterhin gelten. Für Fahrten, die die Verbundgrenzen überschreiten, soll dann der Landestarif gelten, nach dem Motto: mit nur einem Ticket durchs Land – in Bussen und Bahnen! In einer ersten Stufe sollen landesweit zunächst Einzelfahrscheine verkauft werden, die auf den Bahnstrecken ebenso gelten wie in Bussen und Bahnen am Zielort. Damit folgt die erste Stufe des Landestarifs dem Vorbild des Metropoltickets, das auf maßgebliche Initiative des Verbands Region Stuttgart im Jahr 2012 eingeführt worden war. Im Endzustand soll die Anschlussmobilität flächendeckend und auch am Start eingeführt werden. Dann wird das Landesticket auch für alle Ticketarten gelten.

Zur Einführung des Landestarifs soll Ende 2017/Anfang 2018 eine Landestarifgesellschaft gegründet werden. Dort sollen sowohl Verkehrsunternehmen als auch Aufgabenträger, also unter anderem der Verband Region Stuttgart, Gesellschafter werden. Wichtig ist es aus Sicht der Region, dass die Finanzierung des Landestarifs nicht zu Lasten der Region geht. Nach den Vorstellungen des Landes soll sich der Tarif selber tragen. Die Freien Wähler gingen bei ihrer Zustimmung davon aus, dass evtl. Tarifverluste durch einen verbundspezifischen Zuschlag ausgeglichen werden. Mögliche sich dennoch ergebenden wirtschaftliche Nachteile sollen durch das Land übernommen werden. Das ist für den Verband Region Stuttgart besonders wichtig, weil im gültigen Vertrag über den Betrieb der S-Bahn die Anerkennung des Landestarifs nicht geregelt ist.


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