Guter Besuch bei den Stuttgarter Freien Wählern – Hauptreferat: Banken im Wandel der Zeit

Zu ihrem zweiten Frühlingsempfang konnte die Freie Wähler Gemeinderatsfraktion Stuttgart am Montag, 4. April 2016 rund 300 Gäste im Großen Sitzungssaal des Stuttgarter Rathauses begrüßen. Die Gäste wurden schon vor dem offiziellen Beginn der Veranstaltung mit lateinamerikanischer Musik eines Ensembles der Musikschule Eberhard aus Weilimdorf in Empfang genommen.

Bei seiner Begrüßung zeigte sich der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler, Stadtrat Jürgen Zeeb, hoch erfreut über die vielen Gäste und das Interesse an der Veranstaltung. Neben dem Hauptredner des Abends, Michael Horn, konnte der Fraktionsvorsitzende den Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart, Fritz Kuhn, den Ersten Bürgermeister Michael Föll, Bürgermeisterin Isabel Fezer und Bürgermeister Werner Wölfle willkommen heißen. Anwesend waren auch der Vorsitzende des Verband Region Stuttgart, Thomas S. Bopp, einige Regionalräte der Freien Wähler sowie der Kreisvorsitzende und Regionalrat der Freien Wähler Stuttgart, Peter Aichinger. Der Freie Wähler Landesverband Baden-Württemberg war durch die geschäftsführenden Vorstände Ralph Schäfer und Roland Henke vertreten. Gefolgt waren der Einladung auch Polizeipräsident Franz Lutz, einige Abteilungskommandanten der Freiwilligen Feuerwehr, Vertreter der Kirchen, Schulen und Vereine, Bezirksvorsteherinnen und Bezirksvorsteher sowie Amtsleiterinnen und Amtsleiter.

Volles Haus beim Frühjahrsempfang der Stuttgarter Freien Wähler

Volles Haus beim Frühjahrsempfang der Stuttgarter Freien Wähler

In einem kurzen Rückblick auf das vergangene Jahr ging Jürgen Zeeb während seiner Begrüßungsrede auf die Haushaltsplanberatungen Ende 2015 ein, in denen sich die Freien Wähler insbesondere und mit Erfolg für die Stadtbezirke eingesetzt hatten. Diesem Rückblick folgte der Ausblick auf das Jahr 2016, in dem, so Jürgen Zeeb, viele Herausforderungen auf die Stadt und den Gemeinderat warteten. Als einige zentrale Aufgabenfelder nannte er die Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum und die Einsetzung des von den Freien Wählern geforderten Wohnungsbaumanagers, die Begleitung des Projekts Stuttgart 21, die Verbesserung der Verkehrssituation sowie die Unterbringung und Integration der aus Krisengebieten geflüchteten Menschen, die sich allerdings, so der Fraktionsvorsitzende, an unser Wertesystem anpassen und integrationswillig zeigen müssten.

Oberbürgermeister Fritz Kuhn begann sein Grußwort mit lobenden Worten für die Freien Wähler im Stuttgarter Gemeinderat. Nach Frühlingsempfängen anderer Ratsfraktionen zu Beginn des Jahres sei der Frühlingsempfang der vierköpfigen Fraktion der erste, der dieser Bezeichnung durch die Wahl des Veranstaltungsdatums auch wirklich gerecht werde. Lob gab es vom OB auch für die konstruktive Arbeit der Freien Wähler im Gemeinderat und das gute, respektvolle Miteinander.

Der Rede des Oberbürgermeisters folgte ein Grußwort von Ralph Schäfer, geschäftsführender Vorstand des Freie Wähler Landesverband Baden-Württemberg. Bei aller Stärke der Freien Wähler auf dem Land seien dem Landesvorstand der Freien Wähler dennoch die Großstädte in Baden-Württemberg besonders wichtig, betonte der Rechtsanwalt aus Esslingen. Insbesondere in der Landeshauptstadt Stuttgart werde die Politik gemacht, die prägend für das Land und die Kommunen in der Region Stuttgart sei. Insofern sei er sehr dankbar für die gute und enge Zusammenarbeit mit der Gemeinderatsfraktion und dem Kreisverband der Freien Wähler Stuttgart, deren zentrale Funktion nicht hoch genug eingeschätzt werden könne.

Als Hauptredner des kurzweiligen Abends konnte die Fraktion den stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) und der Baden-Württembergischen Bank (BW-Bank) sowie Honorarkonsul von Brasilien in Baden-Württemberg, Michael Horn, gewinnen. Am Beispiel der BW-Bank ging er auf die Anforderungen an Banken im Wandel der Zeit ein und stellte wesentliche Entwicklungen übersichtlich und plastisch dar. Der Veränderungsdruck für Banken komme von drei Seiten, so Michael Horn. Verschärfte Regulierung, Digitalisierung und expansive Geldpolitik seien die Kerngebiete des Wandels. Aus Sicht des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden ergeben sich daraus insbesondere eingeschränkte Geschäfts- und Ertragsmöglichkeiten, erhöhte Kosten, die Notwendigkeit zur Anpassung der Geschäftsmodelle, deutlich höhere Kapitalanforderungen, niedrigere Margen und ein verschärfter Wettbewerb. Ziel der BW-Bank sei es, bis 2020 eine echte Multikanal-Bank zu werden, mit persönlicher Beratung bei komplexen Fragen und umfassenden digitalen Angeboten beim Service.

Den besonderen Dank der Fraktion an den Hauptredner des Abends sowie den Dank an alle anderen Redner und Mitwirkenden überbrachte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler im Stuttgarter Gemeinderat, Stadträtin Rose von Stein. Nach dem Schlusswort durften die Gäste einem weiteren Musikstück des fünfköpfigen Ensembles der Musikschule Eberhard lauschen und sich anschließend am Buffet im vierten Obergeschoss des Rathauses bedienen. Mit einem Zitat von Martin Buber lud Rose von Stein die Gäste der Fraktion dazu ein, die Gelegenheit zum Austausch zu nutzen: „Alles wirkliche Leben ist Begegnung.“

 

 


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