Regionale und lokale Themenstellungen – fehlende Gewerbeflächen sind ein Alarmsignal

Es ist schon zur Tradition geworden: die Freien Wähler aus den vier benachbarten Städten Kornwestheim, Ludwigsburg, Remseck am Neckar und Waiblingen treffen sich regelmäßig zum Meinungs- und Gedankenaustausch zu kommunalen Themen, welche die Städte gemeinsam betreffen. Diesmal kamen die Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker im Haus der Bürger in Remseck-Aldingen zusammen.

Aus einer ganzen Reihe aktueller Themenstellungen für die Städte und Gemeinden hatten die zwanzig Mandatsträger aus den vier Nachbarstädten sich auf einige Schwerpunkte verständigt, darunter die Bereitstellung von Bauland, das bevorstehende Lkw-Durchfahrtsverbot in Remseck, die Remstal-Gartenschau 2019 und die momentan heftig diskutierten Planungen zu einer Stadtbahnverlängerung von Remseck über Ludwigsburg nach Markgröningen.

Kommunalpolitiker aus vier Nachbarstädten - gemeinsame Ziele gemeinsam verfolgen

Kommunalpolitiker aus vier Nachbarstädten – gemeinsame Ziele gemeinsam verfolgen

Zum erstgenannten Punkt konnte der Waiblinger Oberbürgermeister Andreas Hesky, der auch Vorsitzender der Fraktion der Freien Wähler in der Regionalversammlung ist, mit Informationen aus der Regionalebene aufwarten. Eine aktuelle Gewerbeflächenstudie belegt, dass in der Region Stuttgart das Angebot baureifer Gewerbeflächen von 655 Hektar im Jahr 2000 auf 93 Hektar Mitte 2016 geschrumpft ist. „Das ist ein Alarmsignal in einer Region, deren wirtschaftliches Rückgrat das Gewerbe und die Unternehmen darstellen“ so Hesky. Deshalb fordern die Freien Wähler mehr Freiheit für die Kommunen bei der Ausweisung von Bauflächen für Gewerbe – mit Konzentration auf produzierende Betriebe – aber auch für den Wohnungsbau. Für ebenso notwendig aber halten die Freien Wähler Anreize für die Kommunen, die bereit sind, Gewerbeflächen bereit zu stellen; das können Maßnahmen für die bessere Verkehrsanbindung an den öffentlichen Personenverkehr und an das Straßennetz sein; aber auch die großzügigere Genehmigung von Wohnbauflächen kann einen solchen Anreiz darstellen.

Einigkeit bestand unter den Kommunalpolitikern der vier Städte aber auch darin, dass bei allem Bedarf an Flächen sehr sorgsam mit den Freiräumen in der Landschaft umgegangen werden muss und deshalb der Zwang zur Verdichtung in bereits bebauten Gebieten besteht. Reinhardt Weiss, der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler im Ludwigsburger Gemeinderat: „Wir müssen im Wohnbau stärker verdichten und mehr als bisher auch in die Höhe bauen“.

Auf viel Interesse stießen bei den Gästen aus den drei Nachbarstädten die aktuellen Pläne zum Bau eines neuen Rathauses, einer Stadthalle und eventuell einer Mediathek in der Neuen Mitte Remseck, die Erster Bürgermeister Karl-Heinz Balzer, der auch Vorsitzender der Freien Wähler im Kreis Ludwigsburg ist, vorstellte.

Die zwanglose Reihe von Gesprächen zwischen den vier Städten soll regelmäßig und geg.falls auch aus aktuellem Anlass fortgesetzt werden.

 

 


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