Mit nur einem Ticket von Schwäbisch Gmünd nach Sindelfingen. Dieses Ziel eines einheitlichen Landestarifs für Verkehre von Bahnen und Bussen, die über Verbundgrenzen gehen, nimmt weiter Gestalt an. Ab Dezember 2018 soll der Landestarif als Dachtarif schrittweise eingeführt werden und damit auch den Tarif der Deutschen Bahn AG in Baden-Württemberg ablösen. Derzeit gibt es in Baden-Württemberg 22 Verkehrsverbünde mit jeweils eigenem Tarif. Für Fahrten innerhalb der Verbünde werden die jeweiligen Tarife auch weiterhin gelten.

Der Verkehrsausschuss hat seine grundsätzliche Bereitschaft signalisiert, Gesellschafter in einer Baden-Württemberg Tarif GmbH zu werden. Erst vor kurzem hat das Landeskabinett der Gründung dieser Landes-Tarif GmbH zugestimmt. Darin sollen sich neben dem Land und dem Verband Region Stuttgart als Aufgabenträger für Schienenverkehre auch Verkehrsunternehmen zusammenschließen, die Verkehre anbieten, die über die Grenze von Verkehrsverbünden gehen. In der Gesellschaft sollen die Details zur Strategie und der Höhe des Landestarifs festgelegt werden. Nach den Vorstellungen des Landes soll sich der Tarif selber tragen. Wichtig ist es Fraktion Freie Wähler, dass die Finanzierung des Landestarifs nicht zu Lasten der Region geht. Mögliche wirtschaftliche Nachteile sollen durch das Land ausgeglichen werden. Weil der Landestarif Einfluss auf die Einnahmen haben kann und auch in der S-Bahn Stuttgart gelten wird, ist es wichtig, dass der Verband Region Stuttgart über die GmbH angemessen beteiligt ist.

Für die Fraktion berichtet Regionalrat Bernhard Maier: Die Einführung eines Landestarifs ist aus Sicht der Freien Wähler zu begrüßen. Der Landestarif soll als Dachtarif für verbundüberschreitende Verkehre den Nahverkehrstarif der DB innerhalb des Landes ablösen und soll auch für die Verbundstufe II gelten. Dazu soll eine Gesellschaft gegründet werden mit den Aufgabenträgern und Unternehmen als Gesellschafter.

Wir haben der Aufnahme von diesbezüglichen Gesprächen, mit lediglich Kosten von 80000 Euro jährlich, mit der Maßgabe zugestimmt, dass keine Auswirkungen auf die Tarifbildung im VVs erfolgen. Dies wurde von der Verwaltung zugesichert.

Die endgültigen Verträge werden dem Verkehrsausschuss noch vorgelegt. 


Druckansicht dieses Artikels Druckansicht dieses Artikels
    • 24.10.2018
    Regionalversammlung
    • 14.11.2018
    Verkehrsausschuss
    • 21.11.2018
    Ausschuss für Wirtschaft, Verkehr und Infrastruktur