Am Mittwoch, 9. Mai 2018, hat der Verkehrsausschuss im Verband Region Stuttgart in einer öffentlichen Sitzung die Vorberatungen zur Fortschreibung des Regionalverkehrsplans abgeschlossen. Einschließlich einiger Änderungen stimmten die Mitglieder dem Entwurf mit der Mehrheit der Stimmen von CDU, Freien Wählern, FDP und der Gruppe Innovative Politik zu. Sie beauftragten die Geschäftsstelle des Verbands, die Beratungsergebnisse und Entscheidungen in den Entwurf einzuarbeiten und ihn der Regionalversammlung im Juli 2018 zur endgültigen Beschlussfassung vorzulegen.

Es fehlt nicht am Geld, sondern an baureifen Plänen
Rainer Sturm pixelio.de

Über 280 Straßen- und Schienenverkehrsprojekte

Im Einzelnen enthält der Entwurf über 280 Straßen- und Schienenbauprojekte aus der Region, die nach unterschiedlicher Dringlichkeit eingestuft sind. Entsprechend lagen auch die Schwerpunkte der themenspezifischen Stellungnahmen mit 55,8 Prozent beim Straßen- und mit 14,5 Prozent beim Schienenverkehr. Allgemeine Aspekte, etwa zum Umweltschutz, hatten einen Anteil von 16,8 Prozent. Bei den Straßenbauvorhaben ging es besonders häufig um den Nord-Ost-Ring, die Filderauffahrt, Ortsumfahrungen beispielsweise für Schwaikheim und Markgröningen sowie die Anbindung von Göppingen-Staufferpark. Großes Interesse beim S-Bahnverkehr fanden vor allem die Verlängerung einzelner Linien und der Ringschluss von den Fildern ins Neckartal.

In der Diskussion des Verkehrsausschusses ging es um zahlreiche einzelne Verkehrsmaßnahmen und deren Einstufung nach Dringlichkeit. Mehrere Redner begründeten die Einstufung des Nord-Ost-Rings (B 27/B 14 zwischen Kornwestheim und Fellbach) in Kombination mit der Filderauffahrt als Tunnel zwischen Neckartal und Degerloch mit „höchster Dringlichkeit“. Diese Maßnahme führe zu einer erheblichen Entlastung für den Straßenverkehr in der Stuttgarter Innenstadt. Der Verkehrsexperte der Fraktion, Bernhard Maier bezeichnete den Nord-Ost-Ring als „alternativlos“ für die (Ost-)Umfahrung Stuttgarts. Der Antrag der Fraktion, die Ortsdurchfahrt von Rechberghausen im Zuge der B 297 in die höchste Dringlichkeit einzustufen, hatte Erfolg. „Die Realisierung wichtiger Verkehrsprojekte scheitere derzeit nicht am Geld, sondern am fehlenden Planungswillen von Verkehrsminister Hermann“, nannte Bernhard Maier die Dinge beim Namen.

 

 


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