Das Bahnprojekt Stuttgart-Ulm umfasst Stuttgart 21 und die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm und ist Bestandteil der Magistrale Paris-Bratislava. Um sich einen Eindruck vom aktuellen Stand dieser wichtigen Verkehrsinfrastrukturmaßnahme zu machen, war die Regionalfraktion Freie Wähler vor Ort. Zu Gast war auch der Wendlinger Bürgermeister Steffen Weigel. Unter Führung des DB-Beauftragten Otto Krautwasser ging es mit dem Bus und zu Fuß zu markanten Stellen dieser riesigen Baustelle.

Es würde den Rahmen eines Kurzberichts sprengen, wollte man die vielen Eindrücke und Informationen wiedergeben, die auf die Teilnehmer der Besichtigung einstürmten. Im Gegensatz zu S 21, bei dem Kosten und Termine aus dem Ruder laufen, verläuft die Neubaumaßnahme ab Wendlingen bis Ulm weitgehend planmäßig und kann voraussichtlich 2022 vorab in Betrieb gehen.

Neben dem Gesamtüberblick über die Bereiche „Tunnel Albvorland“ (8176 m) und „Boßler-Tunnel“ (8806 m) befasste man sich naturgemäß mit der Situation im Umfeld der Stadt Wendlingen. Fraktionsvorsitzender Oberbürgermeister Andreas Hesky (lange Jahre Bürgermeister in Wendlingen) und sein Kollege Steffen Weigel brachten die Anliegen der Stadt zur Sprache. Es sei wichtig, dass man Planung und Bau der Großen Wendlinger Kurve konsequent weiterverfolge. Gegenwärtig gebe es hoffnungsvolle Anzeichen. Neben der Chance eines Ringschlusses im S-Bahn-Netz könne dann die Chance genutzt werden, Wendlingen vom S-Bahn-Durchgangsverkehr zu entlasten. Nur vor diesem Hintergrund könne eine Mitfinanzierung durch den Verband Region Stuttgart geprüft werden.

Die Fraktionsmitglieder zeigten sich insgesamt außerordentlich beeindruckt von der Dimension dieser Großbaustelle. Auch die eingesetzte Technik (u.a. Tunnelbohrmaschine der Firma Herrenknecht) ist ein beeindruckendes Beispiel deutscher Ingenieursleistungen. Für manchen Teilnehmer mutete es als Rätsel an, die Baustellen logistisch zu bewältigen. Eine der beteiligten Firmen, Erdbau Fischer, stammt aus der benachbarten Stadt Weilheim (Teck), wie deren Bürgermeister Johannes Züfle mit Stolz vermerkte.

 


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