Die Region Stuttgart braucht einen gut funktionierenden ÖPNV

Vollintegration des Landkreises Göppingen in den Verkehrsverbund Stuttgart (VVS)

Die Region Stuttgart hat sich seit vielen Jahren das Ziel gesetzt, den Landkreis Göppingen enger mit dem Verkehrsverbund Stuttgart (VVS) zu verknüpfen. In der Sitzung des Verkehrsausschusses vom 4. Juli ging es um den aktuellen Stand der Gespräche über den verkehrspolitischen Schulterschluss mit dem Landkreis.

Im Oktober 2017 wurde dem Landkreis Göppingen ein zwischen den beteiligten Partnern – der Landeshauptstadt Stuttgart, den Verbundlandkreisen, dem Verband Region Stuttgart und dem VVS – abgestimmtes Angebot zur Vollintegration unterbreitet. Dieses abschließend verhandelte Angebot kommt dem Landkreis Göppingen weitgehend entgegen. Es ist nun Aufgabe des Göppinger Kreistags darüber zu entscheiden. Angesichts der unvermeidbar hohen Kosten keine leichte Entscheidung. Man muss abwägen, ob der Aufwand in einem sinnvollen Verhältnis zum Erfolg steht. Die Region erwartet diesen Beschluss noch in diesem Jahr. Die Fraktion Freie Wähler, die hinter dem Verhandlungsergebnis steht, würde ein „Ja“ der Göppinger begrüßen.

 

Bericht über die Fahrgastzahlen auf den regionalen Schnellbuslinien (RELEX-Busse)

Nachdem vor rund anderthalb Jahren die drei RELEX-Buslinien X10, X20 und X60 als tangentiale Ergänzungen innerhalb des regionalen Nahverkehrsnetzes in Betrieb gegangen sind, diskutierte der Verkehrsausschuss im Verband Region Stuttgart auf seiner gestrigen Sitzung über die bisherigen Erfahrungen und mögliche Verbesserungen. Die Linie X10 verkehrt zwischen Kirchheim/Teck und Flughafen, die X20 zwischen Waiblingen und Esslingen und die X60 zwischen Leonberg und Flughafen.

Die Pünktlichkeit lag im ersten kompletten Betriebsjahr 2017 trotz teilweise erheblicher Beeinträchtigungen durch Staus und hohe Verkehrsdichte bei 97,3 Prozent (10-Minuten-Pünktlichkeit) bzw. bei 89,1 Prozent (5-Minuten-Pünktlichkeit). Im Schnitt nutzten pro Fahrt allerdings nur zehn bis zwölf Fahrgäste die RELEX-Busse. Die mittlere Reisestrecke pro Fahrgast lag bei mehr als 12 Kilometern und bestätigte damit die Rolle der RELEX-Linien als Ergänzung und nicht als Konkurrenz zu bestehenden Verbindungen.

Für die Fraktion Freie Wähler sind die geringen Fahrgastzahlen keine Überraschung. Man hatte schon bei der Grundsatzentscheidung eine solche Bilanz erwartet. Dennoch ist das Zwischenergebnis, z.B. für die X60 mit 440 Fahrgästen, statt der prognostizierten 2125, mehr als ernüchternd. In einem weiteren einjährigen Probelauf (so lange laufen die Verträge) soll dem System quasi eine „letzte Chance“ gegeben werden.

 

 

 

 

 

 


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