Festo – ein Weltkonzern zum Anfassen. Dieser Eindruck aus der Regionalkonferenz steht für eine wichtigen Botschaft aus den Grundsätzen der Freien Wähler: „Wir sind nahe an den Menschen, Kommunen und den Firmen in unserer Region“. Einer langjährigen Tradition folgend fand auch die Regionalkonferenz 2018 bei einem führenden Unternehmen im Raum Stuttgart statt.

Die Regionalfraktion rief – und kein Stuhl blieb frei

Der Veranstaltungsraum im Firmensitz von Festo in Esslingen-Berkheim war bis auf den letzten Platz gefüllt, als Regionalrat Bürgermeister Frank Buß in seiner Begrüßung die Delegierten der Freien Wähler aus vielen Städten und Gemeinden der Region Stuttgart willkommen hieß. Sein Stolz darauf, dass ein Unternehmen von Weltrang im Landkreis zu Hause ist, war herauszuhören. Esslingens Bürgermeister Wilfried Wallbrecht, der wegen eines konkurrierenden Termins später dazu stieß, betonte die hervorragende Zusammenarbeit zwischen der Firmenleitung und den Verantwortlichen der Stadt Esslingen.

 

 

 

 

Wegweisend auf vielen Technologiefeldern

Die Herren Alfred Goll und Dr. Heinrich Frontzek im Gespräch mit dem Fraktionsvorsitzenden Andreas Hesky und Bürgermeister Wilfried Wallbrecht

Die Repräsentanten des Familienunternehmens Festo – die Herren Alfred Goll, Sprecher des Vorstands, und Dr. Heinrich Frontzek zeigten in ihren beeindruckenden Vorträgen die Entwicklung des Unternehmens, die Tiefe und Breite der Produktpalette und Dienstleistungen, die 250 Niederlassungen in 61 Ländern und vor allem die Unternehmensphilosophie auf. Einen hohen Stellenwert bei Festo haben die Aus- und Weiterbildung und die soziale Sicherheit der weltweit mehr als 20.000 Beschäftigten. Beliefert werden mehr als 300.000 Kunden in 35 Branchen.

Digitalisierung ist bei Festo mehr als ein Schlagwort. In Forschung, Entwicklung und Produktion hält sie beispielgebend Einzug. Industrie 4.0 ist nicht nur Ziel, sondern gelebte Wirklichkeit.

Freie Wähler – Partner der Wirtschaft

Fraktionsvorsitzender Andreas Hesky, Oberbürgermeister in Waiblingen, dessen Stadt mit STIHL selbst Standort eines weltweit operierenden Konzerns ist, legte ein klares Bekenntnis zur Verpflichtung des Verbands Region Stuttgart, gute Rahmenbedingungen für die Wirtschaft zu schaffen, ab. Er nannte beispielhaft die Verkehrsinfrastruktur (Straße und ÖPNV), ausreichend Flächen für die bauliche Entwicklung, gute Wohnraumversorgung als eine Voraussetzung für Fachkräftegewinnung, schnelles Internet und Güterlogistik.

Freie Wähler – kommunal verankert

In seinem kommunalpolitischen Grundsatzreferat spannte Hesky einen weiten Bogen der Aufgabenstellung des Verbands Region Stuttgart. Er müsse nach Kräften dazu beitragen, dass der Raum Stuttgart die Wirtschaftsregion Nr. 1 in Baden-Württemberg bleibt. Seine Basis seien die Lebensqualität und Finanzkraft der 179 attraktiven Städte und Gemeinden der Region. Die Fraktion Freie Wähler suche den intensiven Dialog mit der Wirtschaft, um aus erster Hand zu erfahren, was die Unternehmen benötigen, um im globalen Wettbewerb erfolgreich zu sein.

„Nicht zögern, sondern entscheiden und mutig sein, das ist das Ziel unserer Fraktion. Und dies informiert, kompetent und engagier“, nannte Hesky die Grundprinzipien seiner Kollegen. Er sagte weiter: „Wir sind der Gegenentwurf zu den politischen Parteien, ergreifen aber Partei für die lokale und regionale Sache, weil sich Entscheidungen in diesen Gremien nach örtlichen Gegebenheiten richten müssen und nicht nach Parteitagsbeschlüssen.“ Hesky grenzte sich auch klar von der Partei Freie Wähler ab, die sich zwar den guten Namen angeeignet, aber die kommunale Ebene verlassen hätten.

Der Redner hob besonders den Mangel an bezahlbarem Wohnraum und rasch verfügbaren Gewerbeflächen hervor. Endlich seien die jahrelangen Mahnungen und Vorschläge der Freien Wähler auf Resonanz bei den Planern der Region und den Parteifraktionen gestoßen. Das beschlossene Aktionsprogramm zu mehr Flächenverfügbarkeit unterstütze man voll. Allerdings seien die Mitwirkungsbereitschaft der Kommunen und Grundstückseigentümer ebenso Voraussetzung wie die Akzeptanz der Öffentlichkeit. Die Flächeninanspruchnahme müsse sorgfältig mit den Belangen der Natur und den Bedürfnissen der Landwirte abgewogen werden.

Hesky ging auch auf die kürzlich durchgeführte Bürgerumfrage ein. Insgesamt habe dabei die Region gut abgeschnitten. Manche Ergebnisse seien aber auch widersprüchlich. Die Bürger beklagten z.B. fehlende Wohnungen, lehnten gleichzeitig aber mit einem beachtlichen Anteil die dafür notwendige Flächeninanspruchnahme ab.

Ein großes Ärgernis – die täglichen Staus

Einen breiten Raum in den Ausführungen Heskys nahm die Verkehrsinfrastruktur ein. Er schilderte die bevorstehenden Anstrengungen zum Ausbau des S-Bahn-Netzes, das Investitionen in Höhe von mehreren Hundert Millionen Euro erfordere. Keinen Zweifel ließ er aber auch daran, dass die fehlenden Tangentialen im Straßennetz (Nordostring und Filderauffahrt) Hauptursachen für die täglichen Staus und damit der Umweltbelastung in der Kernregion Stuttgart seien. Die geplanten flächendeckenden Fahrverbote sind die Folgen der Versäumnisse der Landesregierung. Diese gingen jetzt zu Lasten der Wirtschaft und solcher Pendler, die auf den Pkw nicht verzichten könnten.

Den kompletten Power-Point-Vortrag können Sie hier herunterladen.

In der sich anschließenden Diskussion und Fragerunde wurden vor allem die Konflikte zwischen Flächeninanspruchnahme und Landwirtschaft, die Stauproblematik und fehlender Wohnraum thematisiert.

Appell an die Mitwirkungsbereitschaft

In seinen Schlussworten betonte Andreas Hesky, dass es entscheidend darauf ankomme, dass sich viele Menschen in den Kommunen, Landkreisen und in der Region engagiert einbrächten. Sein Schlussplädoyer: „Wir brauchen Sie – als Bürgerinnen und Bürger, die sich vor Ort einsetzen, als Ratgeber und Unterstützer und als Kandidatinnen und Kandidaten bei der kommenden Kommunalwahl. Wenn Sie sich in der Kommunalpolitik einbringen möchten, parteilich ungebunden, sachlich, kompetent, dann sprechen Sie uns an – wir freuen uns!“

 


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