Verlängerung der S-Bahn als langfristige Lösung – Verhandlungsgrundlage für Ausgestaltung der Hermann-Hesse-Bahn

Der Verband Region Stuttgart wird ein Eckpunktepapier für eine S-Bahn-Verlängerung bis Calw ausarbeiten. Das beschloss der regionale Verkehrsausschuss am Mittwoch einstimmig. Damit möchte der Verband dem Landkreis Calw einen Vorschlag für eine langfristige Lösung unterbreiten, der als Grundlage für die weitere Diskussion mit den Projektpartnern über die Hermann-Hesse-Bahn dient: So soll die Hermann-Hesse-Bahn in einer ersten Stufe bis Weil der Stadt fahren und in einer zweiten Stufe durch eine S-Bahn-Verbindung nach Calw abgelöst werden.

Der Ausschuss folgte damit einem interfraktionellen Antrag der Fraktionen CDU/ÖDP, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Freie Wähler, SPD und der FDP. Mit der Verlängerung der S-Bahn-Linie von Stuttgart nach Calw wäre der Landkreis Calw zukünftig umsteigefrei und umweltfreundlich in Richtung Stuttgart angebunden. Nach Sindelfingen und Böblingen benötigten die Fahrgäste dann nur einen einfachen Umstieg. Dieser gemeinsame Antrag ist das Ergebnis unermüdlichen Bohrens durch den Verkehrsexperten der Freien Wähler, Bernhard Maier. In der Sitzung des Verkehrsausschusses betonte er erneut:

„Ich stelle fest, dass sich das Ziel des Landkreises Calw, am Planfeststellungsbeschluss für den Bahnhof Renningen festzuhalten, und der Beschluss des Verbands Region Stuttgart, eine Taktverdichtung auf der überlasteten S6 herbeizuführen, widersprechen. Ich appelliere an das Land, eine „vernünftige Lösung“ zu vermitteln. Seit Jahren bin ich der Auffassung, dass eine S-Bahn nach Calw die zukunftsfähigste Lösung ist“.

 


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