Führung eines möglichen Nord-Ost-Rings
Darstellung: arge-nord-ost

Ein Nord-Ost-Ring um Stuttgart und der Filderaufstieg sind unverzichtbare Maßnahmen, um den Stuttgarter Talkessel und angrenzende Räume von den ständig steigenden Verkehrsströmen zu entlasten. Der Nord-Ost-Ring, der jetzt auch im Bundesverkehrswegeplan Berücksichtigung gefunden hat, scheitert bisher an den gegensätzlichen Auffassungen der an Stuttgart angrenzenden Bereiche, aber auch an der mangelnden Umsetzungsbereitschaft der Landesregierung.

Hauptgegenargumente sind die befürchtete Zerschneidung des Schmidener Felds und Verkehrsverlagerungen. Bisher konnte kein Weg gefunden werden, den gordischen Knoten zu zerschneiden. Aufhorchen lässt nun eine Initiative der Wirtschaft, an der Spitze Dr. Rüdiger Stihl. Sie bringt eine unterirdisch geführte Verbindung in die Diskussion.

 

 

 

Der Fraktionsvorsitzende der Regionalfraktion, Oberbürgermeister Andreas Hesky, ein ausgewiesener Kenner der Situation, sagt dazu: „Wichtige Unternehmen aus der Region zeigen, wie es gehen kann und nehmen eigenes Geld in die Hand. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg… nun sind Bund, Land und auch die Kommunen gefordert. Hoffentlich werden gute Ideen und Planungen nicht zerredet. Wir Freien Wähler wollen mithelfen, einen konstruktiven Dialog zu führen, um die Straße Realität werden zu lassen und in den Tunnel zu bringen!“

Um Nachdruck in dieses wichtige Thema zu bringen, hat die Regionalfraktion folgenden Antrag an die Regionalversammlung eingebracht:

Antrag
Der Initiator des Landschaftsmodells Nord-Ost-Ring, Herr Dr. Rüdiger Stihl, und die von ihm beteiligten Fachplaner werden in die Sitzung der Regionalversammlung eingeladen, um das Projekt vorzustellen und darüber zu beraten.
Begründung
Neben allen verbesserten Angeboten des ÖPNV und anderer Mobilitätsträger, wie dem Fahrrad und dem Fußverkehr, macht der tägliche Stau auf den Straßen der Region Stuttgart deutlich, dass nach wie vor zentrale Verkehrsachsen fehlen. Auch die immer noch hohe verkehrliche Belastung des Stuttgarter Talkessels ist ein Indiz für ergänzende und entlastende Straßen.
Die Beratungen des Regionalverkehrsplans haben gezeigt, dass die Filderauffahrt in Kombination mit dem Nord-Ost-Ring eine entlastende Wirkung im Talkessel und in vielen Ortsdurchfahrten hat. Darüber hinaus sichert eine gute Mobilität den Wirtschaftsstandort Stuttgart.

Das auf Initiative der Wirtschaft, an der Spitze Dr. Rüdiger Stihl, entwickelte Landschaftsmodell Nord-Ost-Ring, mit einer ausschließlich unterirdisch geführten Straßenverbindung, bringt neue Impulse, die aufgegriffen werden müssen.
Es ist beachtlich und anerkennenswert, dass private Unternehmen wie Lapp Holding AG, ANDREAS STIHL AG & Co. KG, TRUMPF GmbH & Co. KG und Robert Bosch GmbH eigenes Geld in die Hand nehmen, um dem Land und dem Bund planerische Schützenhilfe zu leisten. Damit wurde auch das Signal gegeben, dass die Wirtschaft in der Region Stuttgart diese Verkehrsachse benötigt.
Die Freien Wähler in der Region Stuttgart beantragen daher, den Initiator, Herrn Dr. Rüdiger Stihl, und die von ihm beteiligten Fachplaner in die Sitzung der Regionalversammlung einzuladen, um das Projekt vorzustellen und darüber zu beraten. Eine solche Initiative darf nicht ohne Widerhall bleiben, zumal durch das aufgezeigte Landschaftsmodell zentrale ökologische Herausforderungen bewältigt werden können.


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