Aktuelle Themen aus der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Infrastruktur und Verwaltung am 7. Oktober 2020

Tourismus bleibt wichtig

„Der Tourismus in der Region ist auch in dieser schwierigen Zeit wichtig! Der Bericht weist letztlich eingedenk der coronabedingten Situation gute Zahlen auf und bietet Anlass, weiterhin auf den Tourismus zu setzen“, sagte der Waiblinger OB Hesky, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler und auch Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Regio Stuttgart Marketing und Tourismus GmbH. Die von Geschäftsführer Armin Dellnitz bereits vor 10 Jahren angestoßene Strategie, dem Geschäftsreisenden „mehr zu bieten“ und ihn zu einer Kombination aus Geschäftsreise und Genussaufenthalt zu bewegen, zeitigt gerade auch jetzt Erfolge. Wenn nur auf den Geschäftsreisenden gesetzt würde, wären die Einbrüche deutlich schwerwiegender. Natürlich können die Übernachtungs- und Auslastungszahlen oder die Ankunftszahlen in der Region nicht zufriedenstellen. Dennoch bietet der vor Jahren begonnene Prozess, auch auf die Angebote von Museen, Galerien, durch Sportveranstaltungen und auch im Freizeitbereich, wie Rad- und Wanderwege oder die Remstalgartenschau, zu setzen, die Chance, dass der Tourismus als bedeutender Wirtschaftsbereich erhalten bleibt, zu früherer Stärke geführt wird und ausgebaut werden kann. Am Tourismus hängen enorm viele Arbeitsplätze. Daher sind alle Anstrengungen in den Kommunen notwendig, um qualitätsvolle touristische Angebote weiterhin machen zu können. Wir Freien Wähler werden den Strategieprozess zur Weiterentwicklung konstruktiv und engagiert begleiten.

Der von Armin Dellnitz vorgetragene Bericht zum Tourismus in der Region löste im Ausschuss unterschiedliche Reaktionen aus. Leider sahen die meisten anderen Fraktionssprecher eher das Glas halb leer als halb voll und scheuten keine Mühen, alles schlecht zu reden. „Die Zahlen sind schlecht“ erntete OB Hesky Widerspruch, der die Ausführungen von GF Dellnitz optimistisch und als gute Basis für die Zukunft sah. Es ging so weit, dass sich andere Sprecher darin verstiegen, froh zu sein, künftig keine Kreuzfahrtschiffe mehr vor Venedig oder Dubrovnik sehen zu müssen. Dabei wird völlig verkannt, dass der weltweite Tourismus auch Arbeitsplätze in unserer Region schafft und sichert, sei es in den Reisebüros, auf dem Flughafen oder in den vielen Hotels in der Region.

 

Auf Zukunftstechnologien setzen

„Neue Technologien sind notwendig, um den Strukturwandel voranzubringen“, sagte der Fraktions-Sprecher im Ausschuss für Wirtschaft, Infrastruktur und Verwaltung, OB Gerd Maisch. „Wir müssen aber erkennen, dass es ein länger anhaltender Prozess ist, der notwendig ist, damit Zukunftstechnologien marktfähig werden“. Auch sei es wichtig, so OB Maisch weiter, dass wir als VRS oder Wirtschaftsregion (WRS) Begleiter sind und keine Akteure, die im Labor mitarbeiten. Diese Begleiterfunktion ist wichtig und soll den Unternehmen und Forschungseinrichtungen zeigen, dass die Regionalpolitik dies sieht und für wichtig empfindet. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Region nicht steuert, sondern beobachtet und Anstöße gibt. „Auch das ist wichtig, aber wir müssen uns dessen bewusst sein“, schloss OB Maisch seine Ausführungen.

 

Auf die Zukunft ausrichten: Wasserstoffregion Stuttgart

Der Kurzbericht vom Geschäftsführer der Wirtschaftsregion – WRS -, Dr. Walter Rogg, stieß auf offene Ohren und ungeteilte Zustimmung. „Dennoch muss man sich fragen, warum wir in der Region Stuttgart nicht vorne dran sind? Es ist bedauerlich, dass die Politik den Automobilbunternehmen in den vergangenen Jahren stark hineingeredet hat, die Akkutechnologie forcierte und so die Wasserstofftechnologie ins Hintertreffen geriet. Eine ähnliche Gefahr ist auch das Verhindern von synthetischen Kraftstoffen. „Das Automobilland Deutschland, gerade auch die Region Stuttgart, brauchen eine Technologieoffenheit. Wir sind gut beraten, uns zur Wasserstoffregion Stuttgart zu entwickeln, denn Wasserstoff kann die bisherigen endlichen Energieträger ersetzen“, so OB Hesky im WIV. „Der Antrag von uns Freien Wählern, einen Masterplan Wasserstoff zu erstellen, war goldrichtig. Die WRS hat die Aufgabe, die vielen Akteure unter ein Dach zu bringen, um sie zu vernetzen“, so OB Hesky.

 

 


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