Regionalfraktion Freie Wähler begrüßt die Grundsatzvereinbarung mit den Kommunen Dettingen (Teck), Kirchheim (Teck) und Notzingen zur Vorbereitung und Sicherstellung eines Vorhaltestandorts für zukunftsorientierte Branchen. Zuletzt in Donzdorf hat sich gezeigt, dass es zunehmend schwieriger wird, neue Gewerbeflächen zu schaffen, die für den Strukturwandel in unserer produzierenden Wirtschaft dringend benötigt werden. Nur so kann dem drohenden Wegfall Hunderttausender Arbeitsplätze begegnet werden. Die Fraktion erwartet eine umfassende Information und Beteiligung der Öffentlichkeit.

Bearbeiteter Auszug aus der Pressemitteilung des VRS – die komplette Mitteilung können Sie hier nachlesen

Arbeitsplatzbedarf, Landschaftsverbrauch und Verkehrsbelastung müssen sorgfältig abgewogen werden. (Stockfoto)

Der Ausschuss für Wirtschaft, Infrastruktur und Verwaltung stimmte mit guter Zwei-Drittel-Mehrheit dafür, dass die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) die Grundsatzvereinbarung „Strategischer regionaler Vorhaltestandort Dettingen/Kirchheim“ mit der Stadt Kirchheim unter Teck und den Gemeinden Dettingen unter Teck und Notzingen schließt. Die WRS soll in diesem Rahmen, gemeinsam mit den drei Kommunen der „Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft Kirchheim unter Teck“ (VVG Kirchheim) die weiteren Grundlagen für die Realisierung des Vorhaltestandorts für Gewerbe am „Hungerberg“ erarbeiten. Dazu gehören unter anderem eine Wirtschaftlichkeitsanalyse, die Bewertung von Risiken, ein Kriterienkatalog für die Ansiedelung von Unternehmen und eine Vorgehensweise für die Vermarktung der Fläche. Eine Untersuchung der Auswirkungen auf Natur und Klima sowie auf die Landwirtschaft samt einer Konzepterstellung für das Flächenmanagement wurden bereits 2020 beauftragt. Die Kosten teilen sich die Projektpartner.

Konzept des Strategischen regionalen Vorhaltestandorts
In der Region Stuttgart steht für eine zeitnahe Umsetzung von strategischen Investitionsprojekten aktu­ell nur ein sehr eingeschränktes Flächenangebot zur Verfügung. Dies gilt verschärft für Gewerbegebiete in einer Größenordnung ab 10 Hektar sowie für Flächen, die spezifische infrastrukturelle Anforderungen, ins­besondere im Bereich der verkehrlichen Anbindung, erfüllen. 2018 wurde daher vom Verband Region Stuttgart und der WRS eine regionale Gewerbeflächenstrategie erarbeitet. Dabei wurde die „Entwicklung eines strategischen regionalen Vorhaltestandortes für regionalbedeutsame Investiti­onsprojekte des technologischen und ökonomischen Wandels“ als Ziel formuliert und Handlungsfeld beschlossen. Die „Regionalen Vorhaltestandorte“ sind ein Lösungsansatz, um dem Defizit an größeren, baureifen Industrieflächen in der Region Stuttgart zu begegnen. Denn es ist ein gravierender Wettbewerbsnachteil, wenn es keine konkrete Angebotsplanung bei Gewerbeflächen gibt – insbesondere in der Region Stuttgart, in der die vorherrschenden kleinteiligen Grundbesitzverhältnisse eine rasche Realisierung von Vorhaben regelmäßig erschweren. Standorte, die zur Bedarfslage der ansässigen Wirtschaft passen, die infrastrukturellen Voraussetzungen erfüllen, eine ausreichende Akzeptanz vor Ort finden und zudem möglichst geringe Eingriffe in Freiraumfunktionen erforderlich machen, sind in der Region Stuttgart ausgesprochen knapp. Die Sicherung und Vorbereitung regionaler Vorhaltestandorte soll es dabei ermöglichen, handlungsfähig zu sein und eine verlässliche Perspektive für die Bereitstellung ei­ner geeigneten Fläche anbieten zu können.

Regionalfraktion fordert seit langem strategisches Vorgehen

Schon seit vielen Jahren weist die Fraktion immer wieder auf die Knappheit verfügbarer Gewerbeflächen hin und fordert ein langfristig angelegtes strategischen Vorgehen.

Regionalrat OB Gerd Maisch betonte in den Beratungen:

„Wir brauchen Gewerbeentwicklung in der Region, sowohl kurz- als auch langfristig.“ Es sei schön, wenn Gewerbeansiedlung in Bestandsflächen funktioniere. Man dürfe aber nicht allein auf frei werdende Gewerbegebiete hoffen. Dies könne aber nicht den gesamten Bedarf decken und würde gleichzeitig bedeuten, dass Firmen verschwinden und Arbeitsplätze verloren gehen. Es sei klar, dass nicht alle Standorte in der Zukunft gebraucht werden. Für deren zukunftsorientierte Weiternutzung wäre ein Förderprogramm des Landes wünschenswert.

Maisch weiter: „Wir brauchen die Vorhaltegebiete, um eine Perspektive zu schaffen.“ Der Standort in Dettingen sei geeignet, die Vereinbarung gelungen. „Wenn es damit schneller vorangeht als gedacht, umso besser.“

 



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