Als Grundlage für die bedarfsorientierte Entwicklung von Gewerbeflächen führt die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) regelmäßig Marktberichte und Studien durch (Regionales Gewerbeflächenmanagement). Was nützen aber die sorgfältigsten Berichte, wenn vor Ort zu wenig Bereitschaft besteht, die notwendige Flächen auch bereitzustellen?

Regionalrat Gerd Maisch – wir brauchen dringend, vor allem großflächige Gewerbegebiete!

 

„Wir gewinnen nicht, wenn wir den Kopf in den Sand stecken“, formulierte Gerd Maisch das Dilemma um den Flächenbedarf. Wenn der Wohlstand erst reduziert, Arbeitsplätze abgebaut und Unternehmen abgewandert sein, sei es zu spät. Richtige Lösungen, darunter die Vorhaltestandorte, müssten gefunden werden, um Entwicklung in der Region zu ermöglichen.

Einen großen Trend sieht die WRS hinsichtlich der Qualitätsmerkmale von Gewerbestandorten: Zum einen wollen Unternehmen die Innovations- und Kollaborationskultur stärken – mit entsprechenden infrastrukturellen Anforderungen bei ÖPNV- und Glasfaseranbindung, aber auch dem Wunsch nach einem urban geprägten Umfeld. Dies ist nicht zuletzt auch für die Gewinnung und Bindung von Fachkräften ein zentraler Faktor. Zum anderen ist eine Ausdifferenzierung von Standort- und Nutzungskonstellationen erkennbar. Die Bandbreite reicht von gemischt genutzten, kleinteiligen Standorten über „klassische“ Gewerbegebiete bis hin zu industriellen Serienfertigungen auf großen Flächen, die eine Industriegebietsausweisung voraussetzen. Um diesen sehr unterschiedlichen Anforderungen und Bedarfen gerecht zu werden, hält die WRS eine breit angelegt Gewerbeflächenstrategie für zielführend: Punktuelle Entwicklung von regionalen Gewerbeschwerpunkten und strategischen Vorhaltestandorten, Aufwertung von „klassischen“ Gewerbegebieten inklusive Nachverdichtung und Reaktivierung von Brachen sowie die Entwicklung urbaner Quartiere mit Nutzungsmix und Campuscharakter, wie sie auch im Rahmen der IBA ’27 verfolgt wird.

Bearbeiteter Auszug aus der Pressemitteilung des VRS – die komplette Mitteilung können Sie hier nachlesen