Fraktionsvorsitzender
Andreas Hesky:
„Nicht Ökologie und Klimaschutz kontra Wirtschaftswachstum, sondern eine stabile Wirtschaft, damit wir uns Klimaschutz und Ökologie leisten können!“

Brachen sind keine Gewerbegebiete der Zukunft!

Die Diskussion um den Vorhaltestandort Hungerberg zeigt, dass nicht allen klar ist, um was es geht: Darum, Arbeitsplätze in der Region zu halten und bereit zu sein, wenn Betriebe Interesse daran haben, Zukunftstechnologien in die Region zu bringen! Leider sind die Botschaften, die in vielen Vorträgen und Diskussionen gegeben wurden und die ihren Ursprung im mühsamen Ringen um Ökonomie und Ökologie und sozialen Wohlstand unter einen Hut zu bringen, haben, nicht überall auf fruchtbaren Boden gefallen.

Es sei daran erinnert, dass die Uni Sankt Gallen im Auftrag der Regionalversammlung und der Wirtschaftsregion (WRS) ein Vorhaltekonzept vorgeschlagen hat, um das Kernproblem des Gewerbeflächenmangels in der Region zu bewältigen. Der Vorhaltestandort Hungerberg bringt die Region von der Zuschauerrolle ins Führerhaus bei der Entwicklung und Belegung des Gewerbegebiets. Selbst wir Freien Wähler, die durchaus Vorbehalte haben, der Region derart in die kommunale Selbstverwaltung eingreifende Mitspracherechte zu gewähren, sind angesichts der Brisanz des Gewerbeflächenmangels über so manchen Schatten gesprungen und stehen mit ganzer Kraft hinter dem Konzept und dem Gebiet.

Wir haben es mit in der Hand, dass hochwertige Arbeitsplätze in Zukunftstechnologien angesiedelt werden. Es wird nicht ohne Not über die Natur verfügt. Aber wer möchte, dass die Region nicht ins wirtschaftliche Hintertreffen gerät, der darf nicht auf Brachen und Nachverdichtung verweisen. Brachen sind keine Gewerbegebiete, die man möchte, sondern bittere Zeichen von Arbeitsplatzverlust und Rückgang von Prosperität. Manche Parteien, allen voran die GRÜNEN, in der Region setzen darauf. Sie sind damit im klaren Widerspruch auch zum Ministerpräsidenten, der um jeden Arbeitsplatz kämpft, weil er weiß, dass es nicht nur um Wähler, sondern um Schicksale geht, von denen Familien betroffen sind.

Mit der Verweigerungshaltung der GRÜNEN und den anderen, die gegen den Hungerberg stimmten, wird es noch wesentlich schwerer, dass Kommunen den Kraftakt bewältigen können, Gewerbegebiete auszuweisen.

Wir sehen die Zukunft der Region als Wirtschaftsstandort massiv gefährdet, wenn es nicht gelingt, zu vermitteln, dass Zukunftstechnologien zunächst parallel zu bestehender Produktion entstehen müssen. Man kann den Schalter nicht einfach umlegen und von heute auf morgen E-Autos produzieren. Es gibt einen Übergang. Wir wollen, dass auch die Zukunftstechnologie in der Region bleibt. Andere wollen, dass die Zukunftstechnologie woanders Platz findet. Wenn dann heute Produktionslinien stillgelegt werden, wird es bei uns Brachen geben und vermutlich auch Heulen und Zähneklappern. Offenbar wollen das diejenigen, die sich heute gegen neue Gewerbegebiete aussprechen.

Wir Freien Wähler wollen das nicht!“