Bearbeiteter Auszug aus der Pressemitteilung des VRS – die komplette Mitteilung können Sie hier nachlesen

Moderne Industriearchitektur ist ein Aushängeschild. Sie ist der bauliche Rahmen für die Arbeitsplätze der Zukunft.

Der Planungsausschuss des Verbands Region Stuttgart hat am Mittwoch einstimmig entschieden, die Beteiligung von Bevölkerung und Trägern öffentlicher Belange im Rahmen der Änderung des Regionalplans zunächst nicht weiterzuführen. Das Gremium will das Ergebnis des Bürgerentscheids in Dettingen unter Teck am 26. September 2021 abwarten.

Die Regionalversammlung hatte in ihrer Sitzung am 28. April 2021 den Planentwurf für die Anhörung von Öffent­lichkeit und Trägern öffentlicher Belange beschlossen und die Geschäftsstelle mit der Durchführung der entsprechenden Verfahren beauftragt. Die Unterlagen dafür wurden zusammengestellt, die Maßnahmen zum Start des Verfahrens eingeleitet. Vor der erforderlichen öffentlichen Ankündigung der Offenlage durch den Verband zeichnete sich jedoch die Initiative gegen eine Gewerbeentwicklung an dem Standort auf Gemarkung Dettingen unter Teck ab.  Die Entwicklung eines „Strategischen Regionalen Vorhaltestandorts“ soll der kurzfristigen Breitstellung von Flächen für größere Vorhaben dienen. Insbesondere vor dem Hintergrund der laufenden Veränderungen im Bereich der Automobilindustrie werden solche Flächen benötigt, sind aber in der Region Stuttgart kaum verfügbar. Vorgesehen ist daher die gemeinsame Entwicklung eines Interkommunalen Gewerbegebietes unter Beteiligung der regionalen Wirtschaftsförderungsgesellschaft. Der dafür vorgesehene Standort verfügt über eine gute verkehrliche Anbindung an die A 8, liegt in ausreichender Entfernung zu bestehender Wohnbebauung und weist keine erkennbaren naturschutzfachlichen Realisierungshemmnisse auf. Für eine entsprechende planerische Steuerung ist allerdings die Änderung des Regionalplanes eine zentrale Voraussetzung.

Die Regionalfraktion Freie Wähler ist der Auffassung, dass der Stopp des Änderungsverfahrens zum Regionalplan geboten ist. Damit wird zum Ausdruck gebracht, dass man die Auffassungen der Bürgerinnen und Bürger in diesem Raum ernst nimmt. Die Zeit vor dem Bürgerentscheid kann nun genutzt werden, um die Bedeutung solcher Flächen für die gewerbliche Entwicklung und die Sicherung der Arbeitsplätze in der Region noch stärker zu vermitteln.