Zum Bürgerentscheid über den regionalen Gewerbeschwerpunkt „Hungerberg“ in Dettingen (Teck)

Wohlstand, sozialer Frieden und wirtschaftlicher Erfolg unseres Landes sind eng verknüpft!

Fraktionsvorsitzender Andreas Hesky zum negativen Votum der Dettinger Bürgerinnen und Bürger:

Der Ausgang des Bürgerentscheids kommt nicht ganz überraschend. Die Stimmung gegen den Hungerberg war greifbar. Wir Freien Wähler hätten uns ein anderes Ergebnis gewünscht, weil die Region Stuttgart sonst Gefahr läuft, über kurz oder lang Arbeitsplätze und vor allem Zukunftstechnologien zu verlieren. Es gibt kein Patentrezept, damit künftige Prozesse einen besseren Verlauf nehmen. Dieser Rückschlag darf allerdings nicht entmutigen, sondern er muss Ansporn sein, sich weiterhin für Gewerbe und Industrie einzusetzen und dafür zu werben, dass es mit Nachverdichtungen allein im Gewerbegebiet und mit künftigen Brachen nicht machbar ist, auf dem Niveau zu wirtschaften, das uns auszeichnet.

Ich möchte nicht unken, aber wir müssen aufpassen, dass solche Entscheidungen nicht dazu führen, dass Brachen entstehen, die von manchen als Schlüssel zur Lösung von Gewerbeflächenmangel angesehen werden. Andere Regionen werden sich darüber freuen, dass Gewerbe und Industrie immer weniger eine Perspektive in der bisher wirtschaftlich erfolgreichen Region Stuttgart aufgezeigt bekommen. Unsere Lebensqualität und die umfangreiche Infrastruktur in den Kommunen kommt nicht von ungefähr. Ohne hohe Steuereinnahmen und viele Arbeitsplätze wird es nicht gelingen, unsere Standards zu halten. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Mechanismen und Zusammenhänge von Wohlstand, sozialem Frieden und wirtschaftlichem Erfolg nicht mehr überall bekannt sind.

Der Verband Region Stuttgart hat in einer umfangreichen Presseerklärung ebenfalls Position bezogen. Sie können die PM hier aufrufen.