Die S-Bahn muss Vorbild sein bei der Nutzung von Strom aus erneuerbaren Quellen.

 „Offensichtlich ist es so, dass die S-Bahn, als eines der wenigen Schienenverkehrsunternehmen, auf den Einsatz von Ökostrom verzichtet. Es kann nicht sein, Ökostrom zu predigen und die S-Bahn dann mit Strom aus Atom- und Kohlekraftwerken zu „betanken“. Wir sprechen uns sehr deutlich für den Einsatz von Ökostrom bei der S-Bahn aus. Unsere Erkenntnisse sind, dass aus erneuerbaren Quellen erzeugter Strom, nicht unbedingt teurer sein muss als solcher aus herkömmlichen Anlagen,“ führte Werner Stöckle für die Freien Wähler in der letzten Sitzung des Verkehrsausschusses aus.

Grundlage der aktuellen Diskussion im Verkehrsausschuss war ein Haushaltsantrag der Fraktionen Grüne, SPD und Linke, der die Forderung beinhaltet, in den Etat 2022 vorab 1 Mio. € für den Einsatz von Ökostrom einzustellen. Aus Sicht der Freien Wähler wird hier der zweite Schritt vor dem ersten gemacht.

„Ein erster Zug sollte sein, der Verwaltung einen Prüfauftrag zu erteilen, wie, unter welchen Voraussetzungen und mit welchen Ergebnissen eine Umstellung auf Öko-Strom möglich ist. Selbst wenn der Strommix  im bis 2032 laufenden Vertrag mit der Bahn, festgeschrieben sein sollte, muss über eine mögliche Änderung verhandelt werden. Verträge können, wenn die Vertragspartner dazu bereit sind, ergänzt werden. Im Rahmen der Prüfung durch die Verwaltung sollte insbesondere geklärt werden, ob und wenn ja welche Zusatzkosten bei einer Komplettumstellung auf Ökostrom entstehen,“ betonte Werner Stöckle. Daher sei es gegenwärtig zu früh, Haushaltsmittel einzustellen und damit die Kommunen unnötig zu belasten. Es sei ohnehin nicht damit zu rechnen, dass eine Umstellung schon 2022 haushaltswirksam werde.
Auf diese Linie verständigten sich letztlich alle Fraktionen, verbunden mit einem klaren Bekenntnis, dass die S-Bahn künftig mit „grünem“ Strom betrieben wird.