Nomen est omen – viele Partner waren an der Entwicklung der „Ameise“ beteiligt – ein wichtiger Beitrag zum autonomen Fahren.

Wie sieht die Mobilität der Zukunft aus? Eine Antwort auf diese Frage ist nicht einfach, sicher ist aber, dass autonomes Fahren dazu gehören wird. Autofahrer:innen wissen schon heute viele Assistenzsysteme, wie Tempomat, Abstandshalter und Hilfe beim rechtzeitigen Bremsen in ihren Fahrzeugen zu schätzen. Bis Fahrzeuge aber komplett selbst fahren, wird es noch ein weiter Weg sein. Bekanntlich beginnt aber selbst der längste Weg mit dem ersten Schritt. Dieser ist schon lange gemacht und der autonom fahrende Bus mit dem Kosenamen „Ameise“ macht eindrucksvoll deutlich, wie weit die Entwicklung auf diesem Gebiet schon ist. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen in Deutschland verlangen zwar nach wie vor eine menschliche Begleitung, den „Operator“, aber es ist beeindruckend, wie sicher und eigenständig die Ameise die Haltestellen zwischen dem Nord-Ausgang des Waiblinger Bahnhofs auf dem Areal der Ziegelei-Hess und dem Schulzentrum des Berufsbildungswerks Waiblingen verbindet. Dabei lässt sich im wahrsten Sinne des Wortes die Zukunft „erfahren“.

 

Regionalfraktion vor Ort

Das Team des Omnibusverkehrs Ruoff (OVR) um die Geschäftsführer, Herren Windeisen und Trovato, gaben der Regionalfraktion interessante und faszinierende Einblicke in die Technologie und die rechtlichen Rahmenbedingungen. Die Gruppe der Freien Wähler wurde mit dem Elektro-Bus von der Geschäftsstelle in Beinstein ins Gebiet Ameisenbühl gebracht. Auch dies war beeindruckend, vor allem die Aussagen des Personals, dass der Bus eine hohe Zuverlässigkeit aufweist und auch im Stadtgebiet gerne gesehen ist, da er emissionsfrei unterwegs ist. Mit dem OVR, der zur TRANSDEV-Gruppe gehört, ist ein leistungsstarker Projektpartner vorhanden, der zukunftsorientierte Vorhaben, wie den autonomen Bus aber auch den Elektrobus, als Vorreiter anpacken und umsetzen kann. Gerade die Forschungsschwerpunkte „Akzeptanz des autonomen Fahrens bei den Fahrgästen“ und „Das Berufsbild des Fahrers beim autonomen Fahren“ versprechen interessante Erkenntnisse.

 

 

 

Fraktionsvorsitzender Andreas Hesky: Das Projekt „Ameise“ macht eindrucksvoll deutlich, wie weit die Entwicklung auf diesem Gebiet schon ist.

„Ich bin froh, dass es gelungen ist, während meiner aktiven Zeit als Waiblinger Oberbürgermeister das Projekt vorzubereiten, so dass es in Waiblingen auf die Straße gebracht werden konnte. Besonders freut es mich, die vielen Projektpartner, allen voran den OVR und die Hochschule Esslingen mit Professor Dr. Wörner sowie das Land und den Verband Region Stuttgart, für das Vorhaben begeistert zu haben. Auch der Gemeinderat der Stadt Waiblingen hat die Chancen für die Stadt von Anfang gesehen und sich mit Begeisterung für das Projekt eingesetzt. Ebenso der Bund der Selbständigen Waiblingen (BdS), der mit dem autonomen Shuttle eine Chance sieht, die Innenstadt noch attraktiver zu machen. Die Fraktion der Freien Wähler wird sich weiterhin für den Ausbau der Infrastruktur von Straße und Schiene in der Region einsetzen. Dazu gehört auch, autonomes Fahren zu ermöglichen. Es ist ebenso ein wichtiger Bestandteil des ÖPNV-Angebots für „die letzte Meile“. Damit wird der ÖPNV attraktiver.“ Die Ameise fährt seit Sommer 2022 im Gewerbegebiet Ameisenbühl. Wie lange der Betrieb aufrechterhalten wird, hängt von den Mitteln ab, welche die Projektpartner bereit sind, zu geben.

 

 

 

 

Die virtuelle Schiene der „Ameise“ durch Waiblingen.

 



    • 08.02.2023
    Ausschuss für Wirtschaft, Infrastruktur und Verwaltung 15 Uhr (Haus der Wirtschaft, Willi-Bleicher-Straße 19, 70174 St
    • 15.02.2023
    Verkehrsausschuss 15 Uhr (Haus der Wirtschaft, Willi-Bleicher-Straße 19, 70174 Stuttgart)